Südschleswig

Bauernverband zahlte „viel zu hohen Lohn“

Fla/dt
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Eine Untersuchung des Südschleswig-Ausschusses im Folketing stieß auf Ungereimtheiten beim Bauernverband der dänischen Minderheit – die dann zur Streichung aller Zuschüsse führten. Jetzt wurden Details bekannt.

Der Bauernverband der dänischen Minderheit (Fœlleslandboforeningen) hat beschlossen, die landwirtschaftliche Beratungstätigkeit für seine Mitglieder einzustellen, nachdem Zuschüsse aus Kopenhagen und Kiel für 2019 komplett gestrichen wurden. Hintergrund der Streichung der Mittel ist ein Untersuchungsbericht des Südschleswig-Ausschusses im Folketing, schreibt Flensborg Avis nach Einsichtnahme in die Akten, wonach neue Details bekannt wurden.

Aus dem Bericht gehe hervor, dass „viel zu hohe Löhne“ gezahlt wurden. Der Bauernverband beschäftigte demnach vier Mitarbeiter – zwei Ratgeber, eine Verwaltungskraft sowie einen weiteren Mitarbeiter. Die Löhne der Berater (6.475 und 7.475 Euro) lägen 27 bzw. 46,6 Prozent über dem üblichen Lohn für entsprechende Stellen und Lohnstufen. Die Verwaltungskraft habe mit 4.250 Euro monatlich ebenfalls 26,5 Prozent mehr verdient, als die Lohntabelle es zuließ. Der weitere Mitarbeiter sei darüber hinaus mit einem der Berater verwandt und ohne Stellenausschreibung sowie ohne „relevante Ausbildung“ eingestellt worden.

Der Südschleswig-Ausschuss des Folketings, der für die Vergabe von Geldern an die dänische Minderheit zuständig ist, leitete die Nachforschung aufgrund eines Hinweises ein, dass beim südschleswigschen Bauernverband die Gelder nicht den Regeln entsprechend verwaltet würden.

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