Staatsbesuch

Erdogan will Neustart mit Deutschland

dpa/hm
Berlin
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan besucht Deutschland Ende September Foto: DPA

Der türkische Präsident Erdogan besucht Berlin und wirbt für einen Neuanfang der Beziehungen, die in den vergangenen Jahren stark gelitten haben. Amnesty International erinnert vorab an die vielen Inhaftierten in der Türkei.

Bei seinem Staatsbesuch in Deutschland am 28. und 29. September will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan für einen Neustart der Beziehungen beider Länder werben. In einem Artikel für die Frankfurter Allgemeinen Zeitung fordert er eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Erdogan wird am Donnerstagmittag in Berlin erwartet und zunächst hinter verschlossenen Türen mit Vertretern türkischer Organisationen sprechen. Das offizielle Programm beginnt dann am Freitagmorgen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt Erdogan mit militärischen Ehren.

Amnesty International hat die Bundesregierung vor dem Besuch des türkischen Präsidenten aufgefordert, Druck für die Freilassung Inhaftierter zu machen. Der Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation in Deutschland, Markus Beeko, sagte, wenn die türkische Regierung einen Neuanfang der internationalen Beziehungen will, so müsse sie als Erstes ihre internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen erfüllen. Mehr als 150 Journalisten säßen zurzeit in türkischen Gefängnissen, mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Der Zeitung Welt nach kritisiert die Opposition die Einladung des türkischen Präsidenten scharf; am Freitag ist in Berlin eine Großdemonstration gegen Erdogan geplant.

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