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Malu Dreyer: Rot-Rot-Grün ist eine Regierungsoption

Malu Dreyer: Rot-Rot-Grün ist eine Regierungsoption

Malu Dreyer: Rot-Rot-Grün ist eine Regierungsoption

dpa
Berlin
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Malu Dreyer Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz will andere Konstellationen als bisher wagen, um der SPD wieder zu stärkerer Geltung zu verhelfen.

Die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer glaubt, dass sich die SPD nur jenseits der großen Koalition erholen kann. „Wir brauchen andere Konstellationen, um stärker zur Geltung zu kommen“, sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Sie strebe Mehrheiten jenseits der Union an. „Eine Option kann da natürlich auch eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken sein.“ Sie wies auf Bremen hin, wo die drei Parteien nach der Bürgerschaftswahl eine solche Koalition ausloten.

Dreyer verwies auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte Revisionsklausel, die eine Überprüfung der Regierungsarbeit nach der Hälfte der Legislaturperiode vorsieht. Zugleich sagte sie auch: „Es ist ein bisschen einfach zu glauben, dass man mit einem großen Knall aus der Koalition aussteigt, und dann wird alles gut.“

Zurückhaltend äußerte sie sich zur Idee, die SPD künftig von einer Doppelspitze führen zu lassen, wie es nach dem Rückzug von Andrea Nahles als Parteichefin diskutiert wird. „Die Doppelspitze ist nicht die Lösung eines jeglichen Problems.“ Zudem müsse ein Spitzenduo „echt gut zusammenpassen“. Die Grünen hätten nach mehreren Spitzenduos erst jetzt ein Team, das gut funktioniere. Das Beispiel der Doppelspitze bei den Linken zeige, wo die Profilierung „schwieriger“ werde. Am 24. Juni will die SPD-Spitze darüber diskutieren, wie ihre Führung künftig aussehen soll und wie dabei die Mitglieder stärker einbezogen werden können.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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