Afrikanische Schweinepest

Niedersachsen kauft Wildschweinzaun

dpa
Hannover
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Foto: Jean Christophe Verhaegen/Ritzau Scanpix

Das Land Niedersachsen hat für rund 25 000 einen Zaun zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest gekauft. Im Fall eines Ausbruchs der Tierseuche soll damit ein Seuchenherd abgeriegelt werden können.

Der Zaun solle im Katastrophenschutzlager des Innenministeriums in Garbsen eingelagert werden und stehe im Notfall sofort zur Verfügung, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mit. „Der Zaun ist derzeit noch nicht vor Ort, wird jedoch in nächster Zeit angeliefert“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Mit der vom Ministerium bestellten Grundausstattung mit Pfählen, Litzen und Weidezaungeräten kann ein rund 20 Kilometer langer Zaun um den Fundort eines verseuchten Kadavers aufgestellt werden. So soll verhindert werden, dass andere Tiere die Krankheit weiter tragen.

Vor kurzem war 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze in Belgien die Seuche bei zwei Wildschweinen festgestellt worden. Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben des bundesweit zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts in Europa bereits mehr als 5000 Fälle von Afrikanischer Schweinepest nachgewiesen. Betroffen waren bisher das Baltikum, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Ukraine. Die schwere Virusinfektion betrifft Wild- und Hausschweine und kann für sie tödlich sein. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

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