Bayern

Seehofer mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt

Seehofer mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt

Seehofer mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt

dpa
Nürnberg
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Horst Seehofer
Horst Seehofer mit Angela Merkel in Nürnberg. Foto: Scanpix

Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg wurde Horst Seehofer deutlich – aber mit seinem bsher schwächsten Ergebnis – erneut zum Parteivorsitzenden gewählt.

Trotz der immensen Verluste bei der Bundestagswahl ist CSU-Chef Horst Seehofer in seinem Amt bestätigt worden - allerdings mit seinem bislang schlechtesten Ergebnis.

Nach der demonstrativen Einigung im erbitterten Machtkampf mit seinem Rivalen Markus Söder erhielt er beim Parteitag in Nürnberg 83,7 der Stimmen - nach dem bisherigen Tiefpunkt von 87,2 Prozent vor zwei Jahren.

Auf Seehofer entfielen 664 von 793 gültigen Stimmen. 119 Delegierte stimmten mit Nein, 5 Delegierte votierten für Parteivize Manfred Weber, 4 für Söder, und eine Stimme gab es für die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Weber, Aigner und Söder standen allerdings gar nicht zur Wahl.

Seehofer sagte zu dem Ergebnis: "Das ist eine gute Grundlage für das, was auf uns wartet in München und Berlin."

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte seine Partei zuvor zu einem Signal der Geschlossenheit aufgerufen. Am Vorabend habe man mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel das Signal gesendet, dass die Union geschlossen, regierungswillig und regierungsfähig sei, sagte Söder in Nürnberg.

Nun gehe es um das Signal, "dass sich die CSU stark, stabil und geschlossen aufstellt. Wenn dieses Signal kommt, erhöhen sich die Wahlchancen für die Zukunft." Söder schlug Seehofer persönlich zur Wiederwahl als Parteichef vor.

Seehofer sieht seine Partei mit ihrer künftigen Doppelspitze vor einer neuen Ära. Die Aufteilung bedeute eine Trennung der Ämter. "Aber die Aktionseinheit der CSU bleibt", sagte Seehofer in seiner Rede vor der Wahl.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Anstand mit Abstand“