Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

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Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Barack Obama besucht Aalborg. Foto: Business Kolding

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Verbraucherschutzbeauftragte geht gegen Influenzer vor

Dänemarks Verbraucherschutzbeauftragte Christina Toftegaard Nielsen hat zum ersten Mal vier sogenannte Influenzer angezeigt, die mit ihren Texten, Fotos und Videos in den sozialen Medien viele Tausend Menschen erreichen. Nielsen wirft den vier Personen unlauteren Wettbewerb vor, sie sollen gegen das Verbot verdeckter Werbung verstoßen haben. Der Verbraucherschützerin zufolge haben die Influenzer nicht deutlich genug auf den kommerziellen Hintergrund ihrer Beiträge hingewiesen – die Influenzer verdienten Geld mit ihren Beiträgen. Der Hinweis, dass es sich um Werbung handelt, soll erst am Ende des Beitrags zu finden oder bei Instagram hinter mehreren sogenannten „hashtags“ versteckt gewesen sein. Zudem seien Wörter wie beispielsweise „spons“ oder „ad“ benutzt worden, anstelle deutlicher Begriffe wie Werbung oder Anzeige, so die Verbraucherschützerin. Auf die Aktion hatten die Verbraucherschützer vorab hingewiesen. Nun droht den vier Angezeigten ein Bußgeld.

Fischadler sind flügge geworden

Die staatliche Naturschutzbehörde Naturstyrelsen meldet einen Erfolg aus einem ihrer Naturschutzgebiete auf der Halbinsel Thy in Nordjütland. Ein Fischadlerpaar hat zwei junge erfolgreich aufgezogen. In Dänmark gibt es nur sehr wenige Fischadler als Brutvögel. In Nordschleswig kann man sie in den kommenden Wochen beobachten, wenn die stattlichen Vögel, die Fische im Sturflug erbeuten, auf dem Weg in ihr Winterquartier beispielsweise an der Wiedaumündung oder den Ostküstenförden jagen.

Mehr Pannenhilfe durch extremes Sommerwetter

Das unbeständige Wetter in den Sommerferien hat auch Auswirkungen auf die Autos in Dänemark gehabt. Wie „SOS Dansk Autohjælp“ berichtet, waren Autofahrer auf dänischen Straßen ganz besonderen Herausforderungen wie überhitzten Autos, leeren Batterien und Unfällen auf regennasser Fahrbahn ausgesetzt. „Wenn es sehr heiß war oder es viel geregnet hat, haben wir mehr Anrufe von hilfebenötigenden Fahrern erhalten. Aber das hohe Aufkommen im Juli ist eindeutig auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich mehr Menschen für einen Urlaub in Dänemark entschieden haben. Das ist typisch nach einem guten Sommer wie dem im vergangenen Jahr“, so Annette Bjørn Juncher, Leitstellenchefin bei SOS Dansk Autohjælp. Laut der Organisation war etwa jeder fünfte Einsatz, zu dem die Pannenhelfer in den Sommerferien gerufen wurden, auf Schwierigkeiten mit der Batterie zurückzuführen.

„Copenhagen Pride Week“ startet

Am Dienstag fällt der Startschuss für eine bunte Woche voller Vielfalt: Vom 13. bis 18. August findet die „Copenhagen Pride Week" statt. Mit Konzerten, Festen und einer großen Parade am kommenden Sonnabend werden die Rechte, Selbstakzeptanz und der Stolz von LGBT-Personen gefeiert. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, ist es für LGBT-Menschen auf der ganzen Welt jedoch längst keine Selbstverständlichkeit, den „Pride“ friedlich zu feiern. Aus diesem Grund ist auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bei den Feierlichkeiten dabei. „Amnesty nimmt in diesem Jahr unter dem Motto ,love is not a crime‘ teil, weil wir den Fokus darauf setzen, wie Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt kriminalisiert und diskriminiert werden, weil sie LGBT-Personen sind“, sagte Helle Jacobsen, Programmleiterin bei Amnesty International.

Barack Obama besucht Dänemark

Wie auch sein Nachfolger Donald Trump wird der 44. Präsident der USA, Barack Obama, Dänemark im September besuchen. Am 28. September wird das ehemalige Oberhaupt der USA im Musikhaus in Aalborg über Führung und Unternehmertum in der Zukunft sprechen. Durch den Abend unter dem Motto „A Conversation with President Barack Obama“ führen wird, laut der Nachrichtenagentur Ritzau, der Verwaltungsdirektor des Hauses, Lasse Rich Henningsen. Ein Ticket für die geladenen Gäste kostet zwischen 3.500 und 8.500 Kronen, einige Studenten der Universität Aalborg werden kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen können. Die Veranstaltung in Aalborg findet genau ein Jahr nach Obamas viel kritisiertem Besuch in Kolding statt. Aalborgs Bürgermeister Thomas Kastrup-Larsen nannte den Besuch gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau einen „neuen Höhepunkt für Aalborg und ganz Nordjütland“.

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