Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Sozialdemokraten) Foto: Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Die Börse am Dienstag

Am Dienstag schloss die Börse mit einem C25-Index von 1.255,01. Damit legte der Leitzins um 0,4 Prozent zu. Verlierer des Tages war das Prothesenunternehmen Össur, das einen Rückgang von 11,4 Prozent verzeichnete. Die Aktie war am Ende des Handelstages nur noch 50 Kronen wert. Gewinner des Tages war Bang & Olufsen. Die Aktie des dänischen Unternehmens stieg um 1,8 Prozent auf 35,60 Kronen.

 

Gymnasiasten haben heute andere Kompetenzen

Dänische Gymnasiasten sind in den vergangenen Jahrzehnten viel besser darin geworden, mathematische Rechenmodelle zu nutzen, jedoch sind grundlegende mathematische Fähigkeiten heute deutlich weniger ausgeprägt. Was die dänische Sprache angeht, können die Schüler an Gymnasien die Richtigkeit von Aussagen besser einschätzen, doch ist im Allgemeinen ihre Rechtschreibung in den Jahren schlechter geworden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie, erstellt von Forschern der Syddansk Universitet, des Teknologisk Institut sowie von Experten aus dem Kinder- und Unterrichtsministerium im Auftrag des genannten Ministeriums. Mitgewirkt an der Studie haben 630 Lehrer; betrachtet wurde ein Zeitraum von 50 Jahren ab 1968, untersucht wurden Examensarbeiten und weitere Aufgaben. Die Leiterin der Forschergruppe, Ane Qvorstrup, Professorin für Kulturwissenschaften an der SDU, betont, man könne nicht sagen, ob die fachlichen Fähigkeiten der Gymnasiasten heute besser oder schlechter als vor 50 Jahren seien, man könne aber sagen, die Kompetenzen und Fähigkeiten haben sich markant verändert.

 

Politische Mehrheit: Lachgaspatronen aus Kleinmärkten verbannen

In Zukunft soll es nicht mehr möglich sein, Lachgaspatronen am Kiosk in Dänemark zu kaufen. Diesen Vorschlag präsentieren die sozialdemokratischen Regierungsvertreter bei Verhandlungen am Dienstag. Das Lachgas wird insbesondere als Droge von Jugendlichen in den größeren Städten verwendet. „Ich hoffe, dass wir damit den Verkauf der Patronen eindämmen können“, erklärt Gewerbeminister Simon Kollerup (Sozialdemokraten). Der Vorschlag wird unter anderem von der Dänischen Volkspartei und Venstre unterstützt. Die Patronen werden insbesondere für Siphons benutzt.

 

Däne bei Skiunfall gestorben

Ein 51-jähriger dänischer Staatsbürger ist am vergangenen Donnerstag bei einem Skiunfall in Österreich ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich im Skigebiet Wildschönau Alpbachtal zwischen Innsbruck und Kitzbühel. Laut Tiroler Polizei sei der Mann am Donnerstag aus unerklärlichen Gründen von der Piste abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Noch am Unfallort haben Ersthelfer dem Mann geholfen, der später mit einem Helikopter ins Krankenhaus in Innsbruck geflogen wurde. Dort erlag er laut „Tiroler Tageszeitung“ am Freitag seinen Verletzungen. Die Angehörigen seien benachrichtigt.

 

Ministerin offen für Stärkung der Nato-Mission im Irak

Dänemark ist bereit, mehr Verantwortung im Irak zu übernehmen. Das erklärt die dänische Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Sozialdemokraten) und verweist derweil auf die dänische Übernahme der Leitung einer Nato-Trainingsmission im Irak. Am Dienstag wird sie sich in Brüssel mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sowie Kanadas Verteidigungsminister Harjit Sajjan, deren Soldaten derzeit die Trainingsmission leiten, treffen. „Wir werden unter anderem die Übernahme der Mission besprechen“, so Bramsen. Dänemark wird die Mission bis Ende 2022 leiten. „Wir übernehmen die Mission, die uns aus militärischer Sicht eine Schlüsselfunktion gibt. Zudem stehen wir einer Ausweitung des Einsatzes positiv gegenüber“, so die Verteidigungsministerin gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Hunderte Arbeiter laufen vor Aufsicht davon

Wenn die dänische Arbeitsaufsicht Baustellen, Großküchen und weitere Arbeitsplätze kontrolliert, dann flüchten viele Mitarbeiter. Das zeigen neue Zahlen der Arbeitsaufsicht in Zusammenarbeit mit der Steuerbehörde und der Polizei, berichtet das gewerkschaftsnahe Magazin „A4 Arbejdsliv“. Demnach seien zwischen März 2017 und Juni 2019 insgesamt 233 Personen bei Kontrollen der Aufsicht davongelaufen. „Die Arbeitsaufsicht sind diejenigen, die auf die Arbeitnehmer aufpassen. Wenn nun die Mitarbeiter eines Betriebes abhauen, dann sagt das viel über ihre ungünstige Situation aus“, erklärt der Verbandssekretär der Gewerkschaft 3F, Henning Overgaard.

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