Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Kristian Thulesen Dahl Foto: Mads Claus Rasmussen / Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

FM4: Einzige gültige Bewerbung kommt von Provinz-Konsortium

Die Nachfolge für die Frequenz von Radio24syv scheint geklärt: Als einzige gültige Bewerbung ist am Montag die des Provinzmedien-Konsortiums „FM4 A/S“ bei der Kulturbehörde eingegangen. Das teilt die Behörde am Donnerstag mit. Das Konsortium besteht aus den Medienhäusern Jysk Fynske Medier, Sjællandske Medier, Herning Folkeblad, Radio ABC Holding, Skive Folkeblad, Flensborg Avis, Lolland-Falsters Folketidende, Nordjyske Medier und Bornholms Tidende. Der „Nordschleswiger“ ist als Medienpartner eingebunden. Die Bedingung, dass die Zulassung nur erfolgt, wenn die Wettbewerber 70 Prozent seiner Mitarbeiter mindestens 110 Kilometer von Kopenhagen entfernt beschäftigen soll, ist im Vorfeld stark kritisiert worden. Radio24syv hat sich deshalb nicht erneut um die Frequenz beworben. Die Frequenz soll zum 1. November übernommen werden.

Die Börse am Donnerstag

Der C25-Index ist am Donnerstag schwer abgerutscht – um 1,2 Prozent auf 1.118,62 Zähler. Auch wenn das nicht dramatisch klingt – nur vier Papiere konnten ein Plus einfahren. Die Mærsk B-Aktie fiel um satte 4,4 Prozent auf 7.390 Kronen. Für die schlechte Stimmung sorgten der andauernde Konflikt zwischen China und den USA sowie schlechte PMI-Zahlen vom US-Einkaufsmanagerindex.

Mehrheit gegen Abstimmung zur EU-Mitgliedschaft

Ein Großteil der dänischen Bürger ist gegen eine Volksabstimmung zur EU-Mitgliedschaft. Das zeigt eine neue Voxmeter-Umfrage, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Demnach stimmten 68,3 Prozent der Befragten gegen eine Abstimmung, während 23,4 eine EU-Abstimmung begrüßen würden. Vor drei Jahren zeigte eine ähnliche Umfrage, dass 40,7 Prozent der Bürger für eine Volksabstimmung seien. „Aufgrund des mühseligen Brexit haben viele dänische Bürger ihre Meinung zur EU-Mitgliedschaft geändert“, erklärt der politische Kommentator, Hans Engell.

Thulesen hat an Glaubwürdigkeit verloren

Der Chef der Dänischen Volkspartei ist laut einer neuen Wilke-Analyse nicht länger der glaubwürdigste Parteivorsitzende Dänemarks. Viele Wähler sind nach der Rekordwahl 2015, wo er unter anderem 60.000 persönliche Stimmen bekam, mit der Arbeit Thulesens nicht mehr zufrieden, erklärt der politische Kommentator Rasmus Jønsson. Thulesen ist auf einen siebten Rang in der Glaubwürdigkeits-Umfrage abgerutscht – gar hinter Kollegen wie Rasmus Paludan oder Pernille Vermund. „Es ist ein Riesenproblem für Thulesen. Er muss sich jetzt schleunigst um die schwindende Wählerschaft der Dänischen Volkspartei kümmern“, so Jønsson.

Ohne Zusatz-Sauerstoff: Däne erreicht Gipfel des Mount Everest

Dreimal hat es der dänische Bergsteiger Rasmus Kragh versucht, und in der Nacht zu Donnerstag hat es geklappt: Er ist der erste Däne, der ohne künstlichen Sauerstoff den Gipfel des höchsten Berges der Welt, des Mount Everest, bezwungen hat. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Kragh hat den Berg von Süden her erklommen. Während seiner Reise gen Bergspitze hat er in den sozialen Medien über seine Erlebnisse berichtet. „Eure Unterstützung hat mir viel bedeutet. Jetzt heißt es erst mal, sicher herunterkommen“, so Kragh an seine vielen Fans.

Trotz Brexits und Handelsstreits: Weniger Arbeitslose im März

Seit 2013 ist die Zahl der Arbeitnehmer kontinuierlich gestiegen. Auch im März hat sich nichts daran geändert: Die Zahl der Arbeiter stieg um 3.600 Personen. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Las Olsen, Chefökonom der Danske Bank, schätzt, dass die dänische Wirtschaft auch in Zukunft auf dem Vormarsch bleiben wird. „Der Handelskrieg und der Brexit haben bislang den dänischen Arbeitsmarkt nicht beeinflusst“, so Olsen, der zugleich aber auch schätzt, dass die besten Zeiten des Wirtschaftswachstumes gewesen sind.

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