Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Symbolfoto Foto: rawpixel/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Mette Frederiksen schafft es auf die Bloomberg-Liste

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) ist vom amerikanischen Medienunternehmen Bloomberg unter die 50 einflussreichsten Akteure des vergangenen Jahres gewählt worden. Als Grund nennt das weltweit bekannte Finanzmedium zum einen, dass Frederiksen die jüngste dänische Staatsministerin der Geschichte ist, und zum anderen, dass sie dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump offen die Stirn geboten und ihm eine Absage erteilt hatte, nachdem dieser öffentlich darüber sprach, Grönland zu kaufen. Neben Frederiksen sind unter anderem auch Greta Thunberg und die Hongkong-Demonstranten auf der Liste vertreten. dodo

 

Börsenbericht

Nach guten Nachrichten setzte sich die Aktie der Danske Bank an die Spitze des C25-Indexes, der mit einem Plus von 0,7 Prozent bei rekordhohen 1.231,55 notierte. Danske Bank stieg um 3,4 Prozent auf 94,68 Kronen. Mit zur Spitze gesellten sich die beiden Mærsk-Aktien mit einem Plus für die B-Aktie von 2,9 Prozent auf 9.662 Kronen. Jyske Bank machte 1,7 Prozent gut und notierte bei 225,90 Kronen.

 

Streik am Kopenhagener Flughafen beendet

Nach 27-stündigen Verhandlungen ist der Streik am Kopenhagener Flughafen am Donnerstag um 15.30 Uhr beendet worden. Das berichtet die Gewerkschaftszeitschrift 3F. 200 Gepäckarbeiter der Firma Menzies nahmen anschließend ihre Arbeit wieder auf. Zur Aufhebung des Streiks kam es, nachdem die Parteien sich unter anderem auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Gepäckarbeiter geeinigt hatten, die nun bessere Hilfsmittel für ihre Arbeit bekommen sollen. Zudem wurden drei Kündigungen, die Anfang der Woche ausgesprochen worden waren, aufgehoben. Betroffen von dem Streik waren vor allem Passagiere der Fluggesellschaft „Norwegian Air“. dodo

 

1.000 Kronen Bußgeld: Vater übermittelt Namen des Sohnes anderthalb Jahre zu spät

Ein Vater aus Viborg ist am Donnerstag vom Gericht zu einem Bußgeld von 1.000 Kronen verurteilt worden, weil er den Behörden nicht mitgeteilt hatte, wie der Name seines neugeborenen Sohnes lautet. Auch die Mutter war angeklagt, sie wurde allerdings freigesprochen. Laut Gesetz haben die Eltern eines Neugeborenen sechs Monate Zeit, den Vornamen ihres Nachwuchses bei den Behörden registrieren zu lassen. Dies kann entweder per Taufe oder übers Internet unter Borger.dk geschehen. Die Eltern ließen den Namen ihres Sohnes, Magnus, im September dieses Jahres registrieren – kurz vor dessen zweitem Geburtstag. Sie begründeten die späte Registrierung damit, dass der Mann Probleme mit seiner NemID hatte. Nach der Verhandlung sagte er zur Nachrichtenagentur Ritzau, dass seine Frau freigesprochen wurde, weil sie eigentlich den Namen registriert hatte, dies aber aufgrund der fehlerhaften NemID des Mannes vom System nicht angenommen wurde. dodo

 

Zahl der Insolvenzen gestiegen

Die Zahl der Insolvenzen ist im November leicht zurückgegangen, aber insgesamt geht der Trend dahin, dass mehr Unternehmen Insolvenz anmelden mussten. In den ersten elf Monaten des Jahres gingen 2.392 aktive Unternehmen in Konkurs. Das sind 121 mehr als im Vorjahr. Das zeigen Zahlen von Danmarks Statistik. Im November betrug die Zahl der Insolvenzen 235. Sie kosteten 1.483 Arbeitsplätze. Ein großer Teil hängt mit einer einzigen großen Unternehmensinsolvenz zusammen, auf die 566 der verlorenen Arbeitsplätze entfallen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau ist es die Insolvenz des Reiseunternehmens Thomas Cook, die die Zahlen im November beeinflusst hat. kj

 

SAS unzufrieden mit Jahresabschluss – hohe Streikkosten

Die Fluggesellschaft SAS musste in diesem Jahr einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen, teilte die Nachrichtenagentur Ritzau mit. SAS hat im Geschäftsjahr 2018/2019 440 Millionen Kronen verdient, ein Rückgang von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt der Jahresabschluss von SAS, den die Fluggesellschaft als unbefriedigend bezeichnet. „Das schlechte Ergebnis ist auf eine schwache schwedische Krone, höhere Ölpreise und einen Pilotenstreik zurückzuführen. Dies hat sich nachteilig auf unseren Abschluss ausgewirkt“, sagt Simon Pauck Hansen, Direktor von SAS in Dänemark. Die Piloten von SAS streikten im April und Mai für sieben Tage und kosteten SAS etwa 450 Millionen Kronen. Die Piloten traten in den Streik, da sie sich mit der Geschäftsführung nicht auf Löhne und Arbeitszeiten einigen konnten. SAS schreibt im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss, dass das Unternehmen Geld sparen muss. Dies kann unter anderem zu Einsparungen in der Unternehmensverwaltung führen. Es wurden noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen. kj

 

Bericht: Falsche Diagnosen kosten jedes Jahr über 60 Menschenleben

In den vergangenen zehn Jahren wurden 7.600 Patienten im dänischen Gesundheitssystem für durch Fehldiagnosen verursachte Verletzungen entschädigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Jedes Jahr sterben etwa 63 Patienten an den Folgen einer falschen Diagnose. Das geht aus einem Bericht der Patientenentschädigung und der Dänischen Gesellschaft für Patientensicherheit hervor. Der Bericht basiert auf den Patientenentschädigungsdaten von 2009 bis 2018 und ist eine Übersicht über das Ausmaß der Fehldiagnose im dänischen Gesundheitssystem. „Dies ist das erste Mal, dass eine solche Kartierung durchgeführt wird, und es ist äußerst wichtig, wenn die Patientensicherheit verbessert werden soll“, sagt Inge Kristensen, Direktorin der Dänischen Gesellschaft für Patientensicherheit. kj

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