Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Umweltministerin Lea Wermelin (Soz.) setzt sich für Recycling ein. Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Nach Rechenfehler: Ministerin enttäuscht von Universität

In einem neuen Fall erkennt die Universität nun an, dass ein Rechenfehler gemacht wurde. Dänemark stößt weniger Stickstoff aus als erwartet. Der Fall ist auf einen Abrechnungsfehler der Universität zurückzuführen, bei dem es sich um tiefer liegende Landwirtschaftsflächen handelte. Umweltministerin Lea Wermelin (Soz.) bedauert den Fehler. „Es ist zutiefst unbefriedigend, dass die Universität Aarhus nicht in der Lage war, die Zahlen zu kontrollieren, und dies ist in der jüngeren Vergangenheit leider mehrmals geschehen. Als Politiker müssen wir uns auf die Fakten der Wissenschaftler verlassen können, wenn wir politische Entscheidungen diskutieren und treffen“, sagt sie.

 

Afrikanische Schweinepest rückt näher

Deutschen Behörden befürchten, dass die ansteckende Krankheit der Afrikanischen Schweinepest, die den Schweineexport eines Landes beeinträchtigen könnte, nach Deutschland kommt. Ein Eber mit der Krankheit wurde zwölf Kilometer vor Sachsen tot aufgefunden. Dies teilte die Nachrichtenagentur Ritzau mit. Nur ein Fall in Deutschland bedeutet, dass viele Länder – einschließlich des größten Importeurs China – die Einfuhren einstellen werden. Die deutschen Schweineproduzenten haben zusammen rund 26 Millionen Schweine, doppelt so viele wie Dänemark. Mit Sorge verfolgen die Deutschen daher die Entwicklungen in Polen, wo im großen Wildschweinbestand die Schweinepest ausbricht.

 

Verbot von Plastiktüten

Die Mehrheit des Folketings hat am Donnerstag beschlossen, dass kostenlose Einkaufstaschen ab 2021 verboten werden. Die Taschen, die aus Kunststoff, Papier und anderen Materialien bestehen, kosten mindestens 4 Kronen. Laut Umweltministerin Lea Wermelin (Soz.) ist dies ein Schritt in die richtige Richtung, um den Kunststoffverbrauch zu senken und zu recyceln.

 

Geflüchtetes Bandenmitglied in Spanien festgenommen

Ein führendes Bandenmitglied aus Kopenhagen wurde nach Angaben der Kopenhagener Polizei in Barcelona festgenommen. Der 24-Jährige war am 19. November aus einer Psychiatrie in Slagelse geflohen. Mehrere Personen hatten den Mann bei der Flucht unterstützt. Während eines Besuchs schmuggelten zwei Männer Waffen in die Psychiatrie, die in einer Tortenschachtel versteckt waren. Während der Flucht hatten der Gefangene und die Komplizen Schüsse abgegeben und das Personal gezwungen, sie aus der Station zu lassen.

 

Soldaten bleiben vorerst in Dänemark

Die meisten dänischen Soldaten, die eine Soldatentruppe im Irak ablösen sollten, werden zunächst auf dänischem Boden bleiben. Dies teilte das Verteidigungsministerium mit. Nach dem Raketenangriff auf die Basis von Al-Asad im Irak wurden etwa 100 Soldaten nach Kuwait geflogen, wo sie auf ihre Rückkehr warteten. Sie waren im Irak, um irakische Soldaten auszubilden, aber diese Ausbildung wird derzeit unterbrochen. Ungefähr 30 dänische Soldaten wurden nach dem Angriff zur Ausführung von Sicherheitsaufgaben zur Al-Asad-Basis zurückgebracht. Diese Soldaten werden künftig durch Soldaten der neuen Mannschaft ersetzt, die im Irak vertreten sein werden. Die Ersatzsoldaten bleiben jedoch vorerst noch in Dänemark.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das dunkle Netz“