Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade
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500 Millionen Kronen sollen für eine bessere Normierung bereitgestellt werden. Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Minister will Ofenaustausch erzwingen

Hauskäufer sollen laut Umweltministerin Lea Wermelin (Sozialdemokraten) künftig dazu verpflichtet werden, alte Brennöfen auszutauschen. Spätestens zwölf Monate nach einem Hauskauf müssen Öfen, die vor 2003 installiert wurden, erneuert sein. Ansonsten droht ein Bußgeld. So der Vorschlag der Ministerin. „Wir wissen, dass Brennöfen für einen Großteil der Partikelverunreinigung verantwortlich sind. Sie führen zu Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Ziel des Vorschlages ist es, den ersten Schritt zu einer saubereren Luft in den eigenen vier Wänden zu machen“, so die Ministerin zur Zeitung „Jydske Vestkysten“. Die Einheitsliste und die Sozialistische Volkspartei haben zuvor bereits ähnliche Vorschläge gemacht.

 

Dänischer Mann und seine russische Ehefrau tot in Italien gefunden

Ein 39-jähriger Däne und seine 32-jährige russische Frau sind am Donnerstag in ihrem italienischen Wohnort Piossasco tot aufgefunden worden. Nachbarn alarmierten die Polizei, nachdem sie einen Hilferuf aus der Wohnung des Ehepaares gehört hatten. Die Beamten fanden anschließend die Leichen der beiden Personen. Das berichten laut der Zeitung „Ekstra Bladet“ italienische Medien. Das dänische Außenministerium bestätigte, den Fall zu verfolgen. „Das Außenministerium ist mit den Informationen aus den italienischen Medien vertraut. Wir sind dabei, weitere Informationen von den italienischen Behörden zu bekommen“, so das Ministerium zur Nachrichtenagentur Ritzau. Die Beamten in Italien untersuchen derzeit, ob der dänische Mann erst seine Frau und dann sich selbst umgebracht hat. Piossasco liegt rund 20 Kilometer südwestlich von Turin.

 

Frederiksen zu EU-Haushaltsverhandlungen in Brüssel

Die dänische Staatsministerin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) erwartet, dass Dänemark nach dem Brexit mehr Geld in die EU-Kassen einzahlen muss. Viel mehr will sie allerdings nicht nach Brüssel überweisen. Die bisherigen dänischen Rabatte sollen bleiben, fordert sie. „Ich gehe nicht nach Brüssel, um zu sagen, dass wir weniger Geld bereitstellen wollen. Wir werden mehr Geld ausgeben, aber es soll nicht viel mehr Geld sein“, so Frederiksen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Fluggäste haben keinen Anspruch auf Entschädigung

Kopenhagen Passagiere, die am Mittwoch ihren Flug am Kopenhagener Flughafen aufgrund eines Streiks nicht antreten konnten, haben weder Anspruch auf Entschädigung vom Flughafen noch von den Fluggesellschaften, so Lars Arent, Leiter des Verbraucherzentrums Forbruger Europa. Dies liegt daran, dass die Passagiere sicherstellen müssen, dass sie am Gate stehen, wenn ihre Flüge abfliegen. Tun sie dies nicht, haben sie keinen Anspruch auf Entschädigung. „In diesem Fall war es eine illegale Arbeitsunterbrechung, die weder vom Flughafen noch von den Fluggesellschaften vorhergesagt werden konnte“, teilte Arent gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau mit. Ritzau/kj

 

Parteien wollen Millionen für Personalschlüssel bereitstellen

Kopenhagen Die ersten 500 Millionen Kronen für einen besseren Personalschlüssel (dän. normeringer) in den Kinderkrippen und Kindergärten des Landes sollen bald an die Kommunen verteilt werden. Ein Personalschlüssel beschreibt die Anzahl von Pädagogen im Verhältnis zur Anzahl der Kinder in einer Betreuungseinrichtung. Die Parteien haben vorgeschlagen, das Geld nach der Anzahl der Kinder zu verteilen. Dies bedeutet, dass Kommunen mit den meisten Kindern unter fünf Jahren auch den größten Geldbetrag erhalten sollen, der voraussichtlich für mehr Pädagogen oder Erziehungsassistenten eingesetzt wird. Ritzau/kj

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