Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Sturmschäden in Nibe. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Hering im Hals

Ein Mann hat sich am Freitagmorgen auf einer Motorradveranstaltung in Thy lebensgefährlich verletzt. Der 61-Jährige wollte aufgrund des kräftigen Windes sein Zelt sichern. „Ein losgerissener Hering traf den Mann womöglich direkt am Hals”, erklärt der Wachleiter der Polizei für Midt- und Westjütland, Henrik Nielsen. Das Opfer liegt im Krankenhaus; über seinen Zustand hat die Polizei noch keine weiteren Informationen.

Peter Madsen von Mithäftling überfallen

Der wegen Mordes verurteilte U-Boot-Bauer Peter Madsen ist am vergangenen Mittwoch im Storstrøm Gefängnis von einem 18-jährigen Mithäftling überfallen worden. Das erklärt seine Anwältin Betina Hald Engmark in einer SMS an die Nachrichtenagentur Ritzau.

Johanne fegte über Land und Campingplätze

Die als Sturm angekündigte Johanne hatte dann doch weniger Wind im Gepäck, als erwartet – und wuchs sich nicht zu einem Sturm aus. Dennoch war das Tief zu spüren – es legte einige Zugstrecken in Jütland lahm, vor allem Reisende von und nach Herning, Struer und Thisted waren betroffen. Auch der Zugverkehr nach Niebüll war zeitweise eingeschränkt. Auf den Campingplätzen im Land hinterließ Johanne Spuren. Die Reederei Color Line sagte eine Verbindung zwischen Hirtshals und Norwegen ab.

Dänemark kauft 50 Flugabwehrraketen

Die dänischen Streitkräfte kaufen 50 Flugabwehrraketen aus den USA, der Kauf wurde von den dortigen Behörden genehmigt. Wie das US-amerikanische Verteidigungsministerium mitteilt, liegt der Preis bei umgerechnet etwa einer Milliarde Kronen – 20 Millionen Kronen pro Stück. Die Raketen sind für die drei dänischen Fregatten bestimmt, die seit ihrer Indienststellung im Jahr 2010 ohne Flugabwehrraketen auskommen müssen. Die Raketen dienen der Verteidigung begleitender Schiffe. Die Marine verteidigt die Ausgaben. Es sei gut ausgegebenes Geld. Auch für den Leiter des Zentrums für militärische Studien an der Universität Kopenhagen ist der Kauf gerechtfertigt.

Carl Holst verlässt Politik

Carl Holst wird nicht wieder fürs Folketing kandidieren. Er wolle mehr Zeit für die Familie und Freunde haben, sagte er am Donnerstag der Tageszeitung Avisen Danmark. Er bereue nichts und es sei ihm heute möglich, Positives an dem medialen Gewitter zu sehen, das zu seinem Sturz als Verteidigungsminister geführt hat. Seine Entscheidung sei bewusst getroffen und er habe sich nun dafür entschieden, ein Leben außerhalb des Öffentlichen zu führen. Derzeit ist Holst sozial- und kirchenpolitischer Sprecher der Venstre-Fraktion im Folketing. Diesen Posten will er bis zum Ende der Legislaturperiode weiter bekleiden.

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