Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

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DN
Apenrade/Aabenraa
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Ausbildungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen will das Notensystem verändern, um Schülern bessere Möglichkeiten zu geben, Fehler zu machen. Foto: Jens Nørgaard Larsen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Frederiksen hat mit Trump telefoniert

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) hat bestätigt, dass sie am Donnerstag mit dem US-amerikanischen Präsidenten gesprochen hat. Es sei ein konstruktives Telefongespäch gewesen, so Frederiksen. Unter anderem habe sie mit dem Präsidenten sicherheitspolitische Themen besprochen, so die Staatsministerin. Das Verhältnis hatte sich abgekühlt, nachdem Donald Trump seinen Besuch Dänemarks kurzfristig abgesagt hatte. Vorher hatte Dänemark ein Kaufangebot des Präsidenten abgelehnt. Dieser wollte Grönland erwerben.

Explosion in Kopenhagen: Schwedische Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Zwei schwedische Männer, die am Mittwoch im Zusammenhang mit einer Explosion in der dänischen Steuerbehörde in Kopenhagen verhaftet wurden, sind am Freitagmittag von der schwedischen Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das berichtet die Zeitung „Sydsvenskan“. Laut Kristina Lindhoff Carleson von der schwedischen Anklagebehörde habe es keinen Grund gegeben, die Personen länger festzuhalten. Ob die 22 und 27 Jahre alten Männer weiterhin unter Verdacht stehen, an der Tat in der dänischen Hauptstadt beteiligt gewesen zu sein, ist nicht bekannt. Sicher ist allerdings, dass zwei weitere männliche Personen im Alter von 22 und 23 Jahren beschuldigt werden, an der Explosion mitgewirkt zu haben. Der 22-Jährige befindet sich in Haft, der 23-Jährige ist flüchtig. Gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

Suizidprävention: Dänemark gehört zu den Vorreitern

Nur in wenigen Ländern ist die Selbstmordrate in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Eines von ihnen ist Dänemark. Während 1980 noch 1.600 Suizidfälle gezählt wurden, ging die Zahl bis 2017 auf 600 zurück. Merete Nordentoft, Professorin am Forschungsinstitut für Suizidprävention in Kopenhagen, erklärt den Rückgang ganz einfach damit, dass es für die Bürger schwerer geworden ist, sich das Leben zu nehmen. „Dinge, die Kohlenstoffmonoxid beinhalten, wurden begrenzt. Zudem ist es für Bürger schwerer, an gefährliche Medikamente zu kommen, weil diese mittlerweile durch weniger gefährliche ausgetauscht wurden“, so die Professorin zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Ausbildungsministerin will Notenskala verändern

Der frühere Ausbildungs- und Forschungsminister Tommy Ahlers (Venstre) hatte im Frühjahr einen Plan vorgelegt, die Notenskala an Schulen um eine weitere Note, die „12+“, zu erweitern. Seine Nachfolgerin, Ane Halsboe-Jørgensen (Sozialdemokraten), hält von dieser Idee allerdings nichts. Stattdessen will sie die Notenskala komplett verändern. Wie diese künftig genau aussehen soll, lässt sie bisher offen; allerdings ist sie der Meinung, dass das derzeitige System einen zu großen Fokus auf die Noten lege und zu wenig darauf, zu lernen, mit Fehlern und Problemen umzugehen. „Wir sollten kein Modell haben, bei man oben anfängt und durch Fehler immer weiter herunterrutscht. Die Notenskala muss zur Fehlerbehebung beitragen“, so die Ministerin zu Ritzau.

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