Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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DN
Apenrade/Aabenraa
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Ausländerministerin Inger Støjberg (Venstre) kann die Kritik an ihrem Vorgehen nicht nachvollziehen. Foto: Jacob Aban Kjerumgaard/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Støjberg für Landwirtschafts-Verordnung in der Kritik

Parteien des roten und blauen Blocks kritisieren scharf ein politisches Manöver der Ausländer- und Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre). Diese hatte mittels einer Verordnung (bekendtgørelse) – bei Umgehung des Parlaments – die Möglichkeit der dänischen Landwirte erweitert, billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu beschäftigen. Dies berichtet die Zeitung „Avisen Danmark”. Ausgebildete Landwirte bis 35 Jahre, die aus dem Ausland stammen, können demnach in Dänemark als Praktikanten mit entsprechend niedrigem Lohn bis zu 18 Monate arbeiten. Laut „Avisen Danmark” hatte das Parlament diese Änderungen im Oktober vergangenen Jahres abgelehnt. Sozialdemokraten, Dänische Volkspartei und die Sozialistische Volkspartei sind erzürnt. Sie verweisen auf die Diskussionen im Folketing und auf die Ablehnung, die Støjberg dort mit ihren Plänen erfuhr. Støjberg weist die Kritik von sich. Sie habe als Ministerin diese Möglichkeit, an der nichts Sonderbares sei.

Vertrauensmann nach Zugunglück gefeuert

Ein Vertrauensmann des Dänischen Eisenbahnverbundes ist von seiner Arbeit bei DB Cargo entlassen worden, weil er den Namen eines Kollegen auf einem Dokument unkenntlich gemacht hatte. Der war für die Beladung des Güterzuges verantwortlich, der im Januar dieses Jahres auf der Große-Belt-Brücke mit einem entgegenkommenden Passagierzug zusammenstieß. Acht Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, vier wurden schwer verletzt. Es war das schwerste Zugunglück in Dänemark seit 30 Jahren. Schuld an dem Unglück war ein Defekt an der Waggonverbindung, ergab eine Untersuchung der zuständigen Havariekommission. Für das Unglück sei deshalb unerheblich, wer die Beladung kontrolliere, erklärte der Verteidiger des gefeuerten Mannes. Für DB Cargo war es dennoch ein Vertrauensbruch, den der Mitarbeiter mit der Schwärzung des Namens seines Kollegen begangen hat.

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