Leserbrief

„Diskussionsbereitschaft setzt einiges an gutem Wollen voraus!“

Martin Christiansen
Bülderup-Bau/Bylderup-Bov
Zuletzt aktualisiert um:

Martin Christiansen kritisiert den Umgang mit der Geschichte der MInderheit.

Dieses Wollen hast weder du noch deine Zeitung bisher geliefert, Hinrich Jürgensen! Übrigens mitsamt den weiteren Verantwortlichen aus dem BND oder der SP. Dieser Anfangssatz ist als eine warheitsgemäße Feststellung zu betrachten (aus jahrelanger Erfahrung). Dein öffentliches Urteil – es ist ein gutes Buch – beurteile ich unter der Beweishaftung etlicher anderer deiner Aussagen und deiner Art öfters mal Recht behalten zu können. Und dies fast immer ganz ohne vorherige öffentliche Diskussion. Wann eine Aussage von dir persönliche Meinung bekundet oder wann du damit für die gesamte Volksgruppe sprichst, bleibt im Zeitungsnebel unbeantwortet hängen. (Birgt den Dünger von/für Machtmissbrauch in sich.

Solange keiner deiner Mitverantwortlichen es wagt, deine oft recht einseitig /eigensinnig gemachte Aussagen gelegentlich kritisch in die Mangel zu nehmen, bezweifle ich, ob du überhaupt über genug Grundwissen verfügst, um dich ein solches fundamentales Urteil zu leisten? Andere formulierten bei ihrem Urteil klüger/raffinierter.

Aus dem Zeitungsbericht von J. Thulstrup: es wurden zwar schon viele Bücher über die Nazizeit geschrieben ... das aktuelle Buch befasst sich demnach nicht mit einer relativ langen Periode. Das Gegenteil ist zutreffend. Ohne dass ich überhaupt nach dem Inhalt schiele – es befasst sich mit einem sehr begrenzten Zeitfenster. Da dieses im Sinne von fortschreitenden Jahreszahlen den Geschehnissen von Tag zu Tag weiter entrückt, wird das Urteil dem entsprechend dann auch ausfallen. Für mich ist nun mitentscheidend wer aus der Minderheit und unter welchen Vorlagen diese Zusammenarbeit bestand. Es wäre ganz wichtig zu wissen, mit welcher Begründung man sich beteiligt hat/weiter beteiligt? Wegen verstärktem Wahrheitsbestreben oder den eigenen, schon fest gelegten Zeitgeist weiter in den Vordergrund zu rücken?

Erst nach Klarstellung dieser Frage werde ich das Buch lesen. Mein jetziges Tun und Lassen ist geprägt von meinem ganzen Erinnerungsvermögen – besonders auch aus der Kindheit. Was aber in Verbindung mit der gesamten Naziperiode auch im Zusammenspiel mit der Minderheit geschah, davon weiß ich mittlerweile eine beträchtliche Menge. Es ist heutiges Allgemeinwissen, dass späteres Verhalten unweigerlich vom vorherigem durchlebtem geformt/ geprägt ist. Im Guten wie auch im Schlechten.

Im historischen Sinne scheint mir, dass diese Formel noch viel wichtiger ist. Unangenehmes/unpassendes/störendes wurde demnach, sich absichernd, gleich von Anbeginn elegant vom Verfasser entsorgt!

Ob man dann noch zu einem wahrheitsgerechten Seite wählen – Täter oder Opfer – kommen kann?
Die Überschrift nimmt ja schon diese Auslese, die als echte Wahl in der Überschrift angeblich Bestand haben soll, der Leserschaft ab. Stellt euch mal die Aufschreie in der dänischen Medienwelt vor: En dansk historiker udgiver en bog: Det tyske mindretal overvejende som krigsofre!

Das ihr vom BDN diese Absurdität nicht durchschauen könnt, ist mir unbegreiflich!

Auch schon die Überschrift ist eine Fundamentale. Gut oder böse/das Gute oder das Schlechte/richtig oder falsch/Gewinner oder Verlierer. Komisch... man lernt nicht dazu. Seit jeher dient dieses fundamentale Modell dazu, einen Krieg anzufangen. Man nimmt das Gute so sehr für sich in Anspruch, damit für die Schlechten eben kein Platz mehr übrigbleibt. Bisher glückte es – Gott sei Dank – nie vollständig.

Es setzte/setzt sich aber gelegentlich fort in der Aussage, schwarz oder weiß. Entsprang wohl der Zeit, da wir unsere Körperfarbe über Jahrhunderte als überlegen betrachteten und auch dementsprechend reagierten. Angst vor dem Dunkel, wo sich Gefahren verbergen könnten, hat sicher seinen Anteil. Hier hat sich vieles zum Gutem verändert. Nun, das Spiel mit der Angst geht missbräuchlich lustig weiter!? Die aktuellen Verwendungen des Modells beweisen sich sichtbar: An div. Rändern entstehen anders Gläubige. Dies ist wohl kaum Gott gewollt!?

Meine naive Empfehlung für den Buchtitel wäre gewesen: Täter und Opfer!

Soweit mir bekannt gehörten schon damals auch Frauen und Kinder zur Volksgruppe!

M. B. Christiansen,
Hyndingholmvej 16,
Bylderup Bov 6372

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