Leserbrief

„Märchenstunden (Märchen -- Kunden)“

Märchenstunden (Märchen -- Kunden)

Märchenstunden (Märchen -- Kunden)

Martin Christiansen
Bülderup-Bau/Bylderup-Bov
Zuletzt aktualisiert um:

In seinem Leserbrief macht sich Martin Christiansen Gedanken zum Verhalten verschiedener Raubtiere und fragt, wie der Mensch in moderner Zeit auf das Wissen um dieses Verhalten reagiert.

Unterschiedliche Verhaltensweisen der zwei Tierarten Wolf und Löwe und missweisliche kritisabler Benutzung derer Verhaltensmuster. Wolf jagt gemeinhin in Rudeln. Wolf fängt nicht Beute auf Vorrat. In einer Schafsherde - als Beispiel - gerät das Raubtier schon mal, ähnlich Mardern im Hühnerstall oder auch mal der Fuchs, in einen Blutrausch.

Löwe jagt auch in Rudeln. Hat es ein Beutetier erwischt ist die Jagd beendet. Bei Einzeltieren wird auch mal etwas in ein Versteck gezehrt -- für später? Nach Verdrängungen aus einem Rudel, ganz besonders des männlichen Nachwuchses, (Halbstarke)rotten diese sich zu eigenen Verbänden zusammen und terrorisieren dann gelegentlich ihre gesamte Umgebung. Bei Hoheitskämpfen geht es dann schon mal darum, bei welcher Gruppe es zuerst Tote gibt. Was irgendwie noch niederträchtiger erscheint ist das unverständliche Phänomen, dass Löwen den Nachwuchs töten, um schneller an ein Sexobjekt ,,heran zu kommen!" Diese Art Verhalten gibt es sonst kaum im tausendfachen Fortpflanzungsgeschehen div. anderer Arten. Ein Missgriff der Natur??

Wie reagiert nun Mensch in modernerer Zeit auf dieses Wissen? Der Wolf ist wieder zurück -- auch in Dänemark. So entstanden fast zeitgleich Wolfsvereine/Wolfsexperten, um im Besonderem die Angst vor dem bösen Wolf zu verharmlosen. Komisch -- das Märchen von Rødhætte dient dabei immer wieder als Vorlage in jeglicher gewünschter Richtung. Dabei müssten diese Ratgeber, um für ihre Aufgabe gewappnet zu sein, sich in der Dämmerung am Waldesrand oder beim zwei Meter hohem Mais auf die Knie runter lassen, um mit einem Wolfsrudel auf Augenhöhe zu sein. Um es sich mal so ähnlich vorstellen wie es einem Kind ,,passieren" könnte! Aus einem derart Erlebnis dann andere zu beraten würde realistischer ,,daher kommen!"als wie dies in unserer Zeit aktuell geschieht.

Das Löwe für Mensch gefährlich ist, dass weiss eigentlich ja jeder. Für fast alle Tierarten gilt -- wo Mensch und Tier aus natürlichen oder zufälligen Gründen zu enge Nachbarn werden, dort wird es leicht kritisch . Massnamen müssen dann verordnet werden . In viel kälteren Gegenden mit durchaus langen kalten Wintermonaten ist diese Angst ja dann ehe stärker begründet. Bei uns wird die Wolfsdichte aus natürlichen Gründen irgendwann zu einem Problem werden.

Einen Löwen zu töten galt bei einigen Stämmen in Afrika -- statt, wie bei uns die Konfirmation -- für die männ. Jugendlichen als Eintritt ins Erwachsenen Alter.(Leicht schief der Vergleich --aber...?)

Beide Raubtierarten müssen aber gern und oft als Symbolembleme herhalten! Dabei scheint mir, mancher Verein hat Wesentliches völlig missverstanden!? Nun die zwei Beispiele die gewaltig petzen: Löwe als ,,guter/gerechter" Herrscher des Dschungels -- dazu Rødhættes ,,böser" Wolf, der konstant unterwegs ist, um Grosmütter zu ,,verdrücken?"

Die Verhaltensweisen dieser zwei Raubtierarten wurden/werden von Mensch derart missbraucht -- wie es ihm gerade einfällt. Sieht irgend Jemand Parallelen zu Formulierungen im aktuellem Geschehen evt. Vereinspraktiken -- auch hier bei uns? Jenseits der, zunehmend doch so sehr geliebten/beliebten Begriffe: ENTWEDER EINE SACHE DER KATEGORIE GUT ODER BÖSE ZUZUORDNEN!

M.B.Christiansen Hyndingholmvej 16 6372 Bylderup Bov

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