Kulturkommentar

„Urlaubsende – spielend neu beginnen“

Urlaubsende – spielend neu beginnen

Urlaubsende – spielend neu beginnen

Claudia Knauer
Apenrade/Aabenraa
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Büchereidirektorin Claudia Knauer findet, dass das Spielen nicht nur den Kindern vorbehalten ist, sondern auch den Erwachsenen gut tun kann. Sie wünscht sich, dass wieder mehr Menschen lachen und das Leben nicht so ernstnehmen.

Heute schon gelacht? Heute schon gespielt? Nein? Dann wird es aber Zeit. Spielen ist nicht nur etwas für Kinder, sondern auch und gerade für die Erwachsenen, die diese Welt viel zu oft viel zu ernst nehmen. Das soll jetzt keine Aufforderung sein, alle Fakten (zum Beispiel die zum Klimawandel) zu ignorieren und mit einem ins Gesicht gezimmerten Lächeln durch den Tag zu eilen.

Es geht vielmehr darum, sich Zeit und Raum zu geben zu lachen und gemeinsam zu spielen. Dabei ist es fast egal, ob es sich um Brett- oder Kartenspiele (in den Büchereien zu entleihen, falls nichts zur Hand ist), um Rollenspiele oder Karaoke handelt. Auch mit der Wii und der Playstation lässt sich fantastisch gemeinsam spielen und bewegen (kann man in der Deutschen Zentralbücherei Apenrade ausprobieren).


Es geht darum, mal einen Moment die Kontrolle aus der Hand zu geben, sich auf anderes und andere einzulassen und einfach zu sein. Mensch-ärgere-dich-nicht ist nicht nur etwas für Kinder. Ganz im Gegenteil. Man kann sich so herrlich dabei aufregen und so schadenfreudig sein, wenn man es schafft, den anderen herauszuwerfen. Meine Familie spielt jeden Sonntag nach dem Frühstück eine Runde Uno.

Klingt lächerlich? Nein, es schafft Gemeinschaft und ist immer wieder für ein Lachen gut. Und wie gut Lachen tut, weiß doch jeder. Warum dann nicht mehr Lachanlässe schaffen. Einfach spielen – es ist gut für die Sinne, die Seele, den ganzen Menschen. Es soll sogar zu mehr Erfolg im Job verhelfen. Aber darum geht es nicht. Es geht um das Spielen an sich. Ganz wert- und zweckfrei. Viel Spaß.

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