Grenzlandausstellung

„Kunst ist: menschlich!“

„Kunst ist: menschlich!“

„Kunst ist: menschlich!“

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Die Grenzlandausstellung 2019 ist am Sonnabend eröffnet worden. Foto: Karin Riggelsen

Die Grenzlandausstellung in Apenrade soll Grenzen öffnen, verschieben und entfernen. Sara Wasmund hielt die Eröffnungsrede und machte sich Gedanken zur grenzüberschreitenden Kunst.

„Warum macht ihr das? Was, liebe Kunstschaffende in diesem Raum, die ihr an dieser Grenzlandausstellung beteiligt seid, was treibt euch an? Und was, liebe Besucher, hat euch dazu gebracht, heute Nachmittag hierherzukommen, um an der Vernissage teilzunehmen?“

Diese Fragen stellte Sara Wasmund, Journalistin beim „Nordschleswiger“, in ihrer Rede anlässlich der Eröffnung der 49. Grenzlandaustellung am Sonnabend in der Apenrader „Sønderjyllandshalle“.

Fragen stellen – Antworten suchen. Ihre Berufselemente nutzte die Rednerin dazu, die Zuhörer darauf aufmerksam zu machen, dass Kunst grenzenlos sei, eine Einladung an die Betrachter, neue Blickwinkel zu entdecken, um Fragen der Natur, Gesellschaft und des Lebens zu verstehen und zu beantworten.

Journalistin Sara Wasmund hielt die Eröffnungsrede 2019 Foto: Paul Sehstedt

Unterschiede als Bereicherung sehen

„Ihr schafft Kunst, die uns andere bewegt, die zum Nachdenken bringt, die Grenzen durchbricht und neue Sichten schenkt. Und jeder von uns, der sich die Kunst ansieht, wird individuell angesprochen. Und herausgefordert“, sagte Wasmund und fuhr unter anderem fort: „Die Grenzlandausstellung zeigt, wie viel Kreativität aus dem Miteinander verschiedener Kulturen erwachsen kann. Ja, es gibt kulturelle Unterschiede, Prägungen und Verhaltensweisen. Aber wie gut tut es, und wie viel Gutes kommt dabei heraus, wenn wir das, was uns Menschen und Kulturen unterscheidet, als Inspiration, als Bereicherung sehen. Und nicht als Bedrohung.“

Von der Kunst geblendet: Willkommen zur Grenzlandausstellung 2019 Foto: Karin Riggelsen

„Denn keiner von uns in diesem Raum ist gleich. Jeder ist unterschiedlich. Jede Person in diesem Raum ist einzigartig. Lasst uns die Grenzlandausstellung 2019 dafür nutzen, die Unterschiedlichkeiten zu feiern, uns von ihnen inspirieren zu lassen. Kunst ist weder bürgerlich noch links, weder europäisch noch asiatisch noch afrikanisch, weder schwarz noch weiß, weder reich noch arm. Kunst ist: Menschlich“, so Wasmund.

Für ihre erst auf Deutsch, nachfolgend auf Dänisch gehaltene Rede erntete Sara Wasmund viel Beifall und anerkennende Bemerkungen.

Im Anschluss der Eröffnungsrede tanzte und sang die Künstlerin Lilibeth Cuenca Rasmussen ihre Performance „Absolute Excotic“, die das Publikum zum Schmunzeln veranlasste.
Die Grenzlandausstellung ist noch bis einschließlich dem 1. September täglich von 10 bis 17 Uhr in der ‚Sønderjyllandshalle‘ in Apenrade zu sehen.

Eine bewegendte und bewegte Performance zeigte Lillibeth Cuenza Rasmussen Foto: Paul Sehstedt
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