Grenzprojekt

Grenzenloses Singen im Deutschen Kindergarten Jürgensgaard

Charlotte Hülser
Apenrade/Aabenraa
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Es wurde getanzt und gesungen im Kindergarten Jürgensgaard. Foto: Charlotte Hülser

Das grenzüberschreitende Projekt „Singen ohne Grenzen“ hat am Mittwoch die Kinder des Kindergartens Jürgensgaard in Apenrade und des Hostrup Børnehave aus Deutschland zusammengebracht. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Region Süddänemark und dem Kreis Nordfriesland.

Na, da war etwas los! Pünktlich um 10 Uhr nahm der Kindergarten Jürgensgaard in Apenrade am Mittwoch seine Gäste aus Deutschland in Empfang, um gemeinsam im Rahmen des Projekts „Singen ohne Grenzen“ zu spielen, zu toben und – natürlich – zu singen. Das Singen nahm, nach einer kurzen Begrüßung im Stehkreis, auch direkt Fahrt auf.

Helle Witt-Nommensen (links) und Laura Peters mit ihren Schützlingen im Stehkreis. Foto: Charlotte Hülser

11 Kindergartenkinder aus dem Hostrup Børnehave und 14 des Apenrader Kindergartens inklusive Erzieherinnen und einer Praktikantin nahmen sich in dem frisch renovierten Gruppenraum des Kindergartens bei der Hand, um gemeinsam zweisprachig zu singen. Die kleine Maya konnte es überhaupt nicht abwarten und schmetterte bereits vorab ihre Lieblingslieder aus dem Liederbuch „Lasst und singen/Lad os synge“, das extra für das Projekt konzipiert wurde.

Zweisprachige Kommunikation

Der Rest tat es ihr gleich. Und so wurden nach dem Lied „Hej Goddag, hallo guten Tag“, auch die Füße, der Kopf und die Beine mit dem Lied „Sahibonani“ begrüßt – natürlich auf Dänisch und Deutsch. Denn die zweisprachige Kommunikation und das Bewusstsein dafür ist ja schließlich das, was bei dem Projekt „Singen ohne Grenzen“ vermittelt werden soll. „Ihr kommt aus Deutschland und singt dieselben Lieder wie wir in Dänemark. Ist das nicht toll?“, fragt Erzieherin Ina Ritter die Vier- bis Sechsjährigen, die das einstimmig bejahen. Sie hat für den Tag die Organisation und Betreuung des Projekts im Kindergarten übernommen.

Erzieherin Ina Ritter nimmt zwei der Kindergartenkinder an die Hand (vorne rechts). Foto: Charlotte Hülser

Auch die Erzieherinnen geben ein gutes Beispiel für zweisprachige Kommunikation, da sie sich, jeder auf „seiner Sprache“, ebenfalls gut miteinander verständigen konnten.

Es wurde viel getanzt, ob zu „Mein Hut der hat drei Ecken/Min hat den har tre buler“ oder dem Lied „Singen ohne Grenzen“, man spürte den Spaß und die Freude im Raum. „Die Kinder haben bereits im Bus auf der Fahrt hierher gesungen“, freute sich Helle Witt-Nommensen, Erzieherin und Leiterin des Hostruper Børnehave in Havetoft.

Lichtdurchflutete Räume nach dem Umbau

Der Spaß stand im Vordergrund. So war vor dem gemeinsamen Mittagessen noch Zeit, sich gründlich auszutoben und besser kennenzulernen. Da ist nach dem Umbau im Kindergarten Jürgensgaard besonders viel Auswahl zwischen Kletter- und Toberaum und den zwei lichtdurchfluteten Gruppenräumen mit allerlei Spielsachen. Nach dem Mittagessen ging es für die 25 Kinder und ihre Begleitungen raus in die milde Frühlingsluft. „Wir möchten auch noch draußen im Garten singen“, erklärte Ina Ritter. Anders als eigentlich vorgesehen, werde es keinen Gegenbesuch des deutschen Kindergartens aus Apenrade im Partnerkindergarten geben, sagte Helle Witt-Nommensen. Die Kapazitäten würden nicht ausreichen.

Alvar und Sita freuen sich über das gemeinsame Singen. Foto: Charlotte Hülser

Das Singen und Spielen unter freiem Himmel in der Sonne war der krönende Abschluss eines gelungenen Tages in Apenrade, denn um 13 Uhr ging es für die Gäste aus Havetoft wieder zurück über die Grenze nach Deutschland, mit einer Menge Freude, Gesang und neuen Freundschaften im Gepäck.

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