Covid-19

Keine weiteren positiven Tests

Keine weiteren positiven Tests

Keine weiteren positiven Tests

Apenrade/Aabenraa
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Coronatest
Sieben Testergebnisse stehen noch aus. Foto: Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix

Das Zwischenfazit der Eindämmungsmaßnahmen stimmt die Apenrader Sozial- und Gesundheitsdirektorin zuversichtlich. Allerdings stehen noch sieben Testergebnisse aus. Wirkliche Gewissheit wird erst die zweite Testrunde geben.

Wie am Montag bekannt wurde, waren in der vergangenen Woche drei Mitarbeiter der Kommune Apenrade und zwei Nutzer eines kommunalen Angebots positiv auf Corona getestet worden.

Karen Storgaard Larsen

„Es wäre noch verfrüht zu sagen, dass wir die Infektionskette total unter Kontrolle hätten. Ich bin allerdings sehr zufrieden, dass mir keine weiteren Infektionsfälle gemeldet wurden und dass sämtliche Testergebnisse bisher negativ waren. Allerdings stehen noch sieben Testergebnisse aus“, sagt Karen Storgaard Larsen, Sozial- und Gesundheitsdirektorin der Kommune Apenrade.

Akribische Rückverfolgung

Am Donnerstag war ein Mitarbeiter der kommunalen Heimpflege in der Stadt Apenrade positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Daraufhin hatte die Kommune in akribischer Detektivarbeit sämtliche Kontakte des Mitarbeiters in den vorangegangenen Tagen zurückverfolgt und hatte insgesamt 130 Tests bei 34 Bürgern und 96 Mitarbeiterin durchführen lassen.

In diesem Zusammenhang wurden dann auch zwei Nutzer des Aktivitätscenters am neurologischen Pflegeheim in Klipleff/Kliplev sowie zwei Mitarbeiter der Einrichtung positiv auf Covid-19 getestet.

Ein positiver Coronatest eines Mitarbeiters der kommunalen Heimpflege am Donnerstag der vergangenen Woche löste eine akribische Rückverfolgungsaktion aus. Foto: Karin Riggelsen

Infektionskette brechen

„Ich denke nicht, dass wir trotz unserer Untersuchungen und Nachverfolgungen die Ansteckungsquelle feststellen werden. Allerdings ist es für mich auch nicht so entscheidend, ob ein Bürger oder ein Mitarbeiter das Virus nun als Erstes gehabt hat. Wichtig ist für mich eigentlich nur, dass wir diese Infektionskette brechen“, sagt Karen Storgaard Larsen.

Zweite Testrunde abwarten

Ob dies tatsächlich gelungen ist, werden erst die Testergebnisse der zweiten Runde zeigen. Genau eine Woche nach dem ersten Corona-Test sollen alle 130 getesteten Personen noch einmal auf Covid-19 untersucht werden.

„Erst wenn diese zweite Runde negativ ausfällt, können wir einmal erleichtert durchatmen“, sagt die Sozial- und Gesundheitsdirektorin.

Keine näheren Angaben

Alle fünf positiv getesteten Personen weisen Symptome auf. Mit Rücksicht auf die Betroffenen will Storgaard Larsen jedoch keine näheren Angaben machen – weder zu den einzelnen Personen noch zu deren derzeitigem Gesundheitszustand.

Einhaltung der Schutzmaßnahmen

Sämtliche Arbeitsgänge sind nach diesen fünf Fällen noch einmal auf Herz und Nieren geprüft worden. Darüber hinaus hat die Kommune ihren Mitarbeitern trotz aller Lockerungen die Wichtigkeit der weiteren Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen noch einmal eingeschärft.

„Das heißt in erster Linie: Abstand wahren. Kann der Abstand nicht eingehalten werden, dann sollen Schutzmittel wie Mundschutze und Visiere angewendet werden. Natürlich muss der Fokus auch weiterhin auf strenger Hygiene liegen“, unterstreicht die Sozial- und Gesundheitsdirektorin.

Ansteckung dennoch möglich?

Auf die Vermutung, ob die Mitarbeiter im Zuge der allgemeinen Lockerungen unbewusst die Corona-Vorschriften weniger streng eingehalten hätten, wollte Karen Storgaard Larsen gar nicht eingehen.

„Das Vertrackte an dem Corona-Virus ist ja gerade, dass die Infektionswege nicht zu 100 Prozent bekannt sind. Wir können nicht ausschließen, dass man sich trotz Einhaltung sämtlicher Schutzmaßnahmen doch anstecken kann“, sagt die Direktorin.

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