Ren Dag

Die Suche nach dem Müll ... und dem Frühling

Charlotte Hülser
Apenrade/Aabenraa
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Anneli Erichsen beim Aufsammeln von Müll im Hjelmskov. Foto: Karin Riggelsen

Die Kinder aus dem Deutschen Kindergarten am Margarethenweg haben sich am Dienstag auf den Weg gemacht, um den Hjelmskov von Plastik, Papier und Zigarettenstummeln zu befreien. Die Aktion ist an den „Ren Dag“ am kommenden Sonntag angelehnt.

Viele kleine Kinderbeine streifen durch den Wald über den blätterbedeckten Boden. Vorbei an großen Bäumen und den ersten Frühlingsboten wie Schneeglöckchen und Winterlingen. Mit Handschuhen und Tüten ausgestattet machten sich 17 Jungen und Mädchen des Deutschen Kindergartens am Margarethenweg daran, den Müll ihrer Mitmenschen aufzusammeln.

Von Kaugummipapier über Tablettenverpackungen bis hin zur Chipstüte war bereits nach kurzer Zeit alles in den Müllbeuteln vertreten. Zu Beginn wurde zunächst geklärt, was eigentlich Abfall ist, welche Gegenstände in den Wald gehören und welche nicht. „Holz und Steine dürfen gerne im Wald bleiben“, erklärte Erzieherin Anneli Erichsen, „aber Plastik, Papier und Zigaretten gehören nicht hierher.“

Praktikantin Johanna Hielscher aus Deutschland unterstützte die Kinder tatkräftig. Foto: Karin Riggelsen

Der Ausflug hatte auch den Zweck, die Kleinsten für ihre eigenen Hinterlassenschaften zu sensibilisieren. „Wir bringen es den Kleinen bei, und sie machen es dann im Alltag nach“, sagte Erzieherin Beate Lehmann stolz. Sie war nun schon zum siebten Mal bei dem Spaziergang mit den Kindern dabei. So würden sie auch bei anderen Ausflügen auf ihre Umwelt achten und das, was nicht in die Natur gehört, erkennen und einsammeln, so Lehmann weiter. Die Kinder freuten sich über jeden neuen Fund. Wie beispielsweise die kleine Anne, die stolz ein Kaugummipapier herumzeigte, bevor es in der Mülltüte verschwand.

Fleißige Sammlerin: die kleine Anne. Foto: Karin Riggelsen

Neben dem Sammeln von Müll waren die Kindergartenkinder und Spatzen auf der Suche nach dem Frühling und seinen botanischen Boten. Die Kinder haben Pilze, Schneeglöckchen und andere Frühblüher entdeckt und auch einen neu ausgewiesenen „Livstræ“ bestaunt. Nachhaltiges Denken steht im Kindergarten am Margarethenweg nicht nur bei Aktionen wie dieser, sondern täglich auf dem Programm. „Wir versuchen, nicht unnötig Papier zu verbrauchen und basteln auch mit Abfallprodukten“, erzählte Anneli Erichsen. Von einigen Firmen käme auch bedrucktes Papier, das man wiederverwenden könne. „Man kann ja auf der Rückseite malen“, so Erichsen weiter.

Zwischen dem Müllaufsammeln und vielen neuen Eindrücken war während des Spaziergangs auch jede Menge Zeit für Spiel und Toben im Laub der Bäume. Schade nur, dass die Kleinen selbst dafür sorgen mussten, dass ihr „Spielplatz“ frei von Müll war.

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