Kulturkommentar

„Teil von etwas Größerem“

Teil von etwas Größerem

Teil von etwas Größerem

Uffe Iwersen/ BDN-Kulturkonsulent
Nordschleswig/Apenrade
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Der BDN-Kulturkonsulent fordert in seinem Kulturkommentar ein „zentrales, einheitliches Instrument“ in der Kommunikationsarbeit der deutschen Minderheit.

Uffe Iwersen

Uffe Iwersen ist Kulturkonsulent beim Bund Deutscher Nordschleswiger und schreibt bereits seit einigen Jahren Kulturkommentare für den „Nordschleswiger“.

Mit viel Zuversicht plane ich derzeit mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Reihe von Kulturveranstaltungen im Mai. Die Planung läuft reibungslos, nur wird mir nach der langen Veranstaltungspause erneut vor Augen geführt, dass wir in der Minderheit ein Kommunikationsproblem haben.

Dies ist absolut kein neues Problem.

Zu lange haben wir bei diesem Thema geschlafen und haben bislang nur halbherzig an Lösungen gearbeitet. Es geht hierbei nicht um Social-Media-Kommunikation, sondern um das direkte Vermitteln von Inhalten (Veranstaltungswerbung, wichtige Mitteilungen etc.) an unsere Mitglieder und an die Nutzer/innen unserer Einrichtungen.

Uns fehlt ein zentrales, einheitliches Instrument, das unsere Inhalte an Mann und Frau bringt. Derzeit läuft alles manuell und über mehrere Ecken. Irgendwie charmant, aber mehr auch nicht.

Zielführend ist diese Kommunikationsarbeit absolut nicht. Es muss in unserer überschaubaren Minderheit möglich sein, EIN technisches Instrument zu implementieren, das die existierenden Kommunikationswege (Newsletter, Mailverteiler, Verwaltungs- und Kommunikationssysteme etc.) sammelt.

Eine Lösung wäre hier ein Nordschleswig-Intranet. EIN digitales Instrument, das unsere Arbeit und unser Angebot direkt kommuniziert, Mitglieder- und Nutzerverwaltung beinhaltet und zudem unter anderem eine neue und effizientere Mitglieds- und Verbandsstruktur, die absolut vonnöten ist, unterstützt.

Dieses Instrument wäre auch eine Chance, die Minderheit dichter zusammenrücken zu lassen, ohne die lokalen Eigenarten und die Arbeit vor Ort zu ersticken. Wie wäre es doch schön, wenn auf diese Weise alle unsere Nutzer/innen das Gefühl haben könnten, zumindest digital Teil von etwas Größerem zu sein.

Die veröffentlichten Kulturkommentare geben die persönlichen Meinungen der Autorinnen und Autoren wieder.

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