Deutsch-Dänisch

Schülerbotschafter im Haus Nordschleswig

Schülerbotschafter im Haus Nordschleswig

Schülerbotschafter im Haus Nordschleswig

Kerrin Jens
Kerrin Jens Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Im Haus Nordschleswig tauschen sich die Schülerbotschafter mit dem Kommunikationschef des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Harro Hallmann, aus. Foto: Lana Riedel

Die Schülerbotschafter des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) waren zu Besuch bei Harro Hallmann, Kommunikationschef des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), um sich auszutauschen.

Nach dem Unterricht versammeln sich rund 25 Schülerbotschafter im Haus Nordschleswig, weil Harro Hallmann über die Strukturen und Finanzen der deutschen Minderheit berichtet. Bei der Veranstaltung sollen die Schüler neue Informationen bekommen, die sie dann bei ihren Einsätzen vermitteln können. „Die deutsche Minderheit ist keine Parallelgesellschaft, sondern ist gut intergriert, dafür seid ihr das beste Beispiel“, sagt Hallmann.

Schülerbotschafter

Die Tätigkeit der Schülerbotschafter ist ein grenzüberschreitendes Projekt, das die Kenntnisse über die Minderheiten in der deutsch-dänischen Grenzregion verbessern soll.

Das Projekt begründet sich darauf, dass Alltag, Kultur und Identität der Minderheiten sich in persönlichen Beziehungen besser vermitteln lassen und tiefere Einblicke geben, als es durch (Fach-)Literatur oder andere Medien möglich ist.

Die Schüler werden für diese freiwillige Tätigkeit besonders geschult.

Im Laufe des Gespräches kommt Harro Hallmann auch auf die Bewerbung der Grenzregion als immaterielles Kulturerbe zu sprechen und fragt die DGN-Schüler, was ihrer Meinung nach das Besondere am Grenzland ist. Einige Antworten lauten: „Die deutsche Minderheit hat eine Vorbildfunktion für andere Minderheiten in Europa“, „Aus dem Nachteil der Grenzziehung ist ein Vorteil geworden“. Ganz konkret konnten die Schüler Vorteile für ihr eigenes Leben finden: Im Alltag zwischen der deutschen und der dänischen Sprache zu wechseln und sich in zwei Ländern zu Hause zu fühlen.

Harro Hallmann (links) und Gerret Liebing Schlaber (rechts) bei der Informationsveranstaltung für die Schülerbotschafter des DGN Foto: Lana Riedel

Zukünftige Projekte

Die Schüler unterhalten sich auch über mögliche Mitbringsel, die sie bei ihren Besuchen den anderen Schülern geben könnten. Ideen sind zum Beispiel Flyer mit mehr Informationen oder eine Kleinigkeit zu essen. Es wird auch besprochen, wie man mit kritischen Fragen etwa zum Thema Grenzkontrollen oder Wildschweinzaun umgeht. „Es ist besonders wichtig, dass ihr dann sachlich und bestimmt auf die Fragen antworten könnt“, sagt Lehrer Gerret Liebing Schlaber, der am DGN mit den Schülerbotschaftern arbeitet.

Bei der Veranstaltung spricht Liebing Schlaber auch zukünftige Vorhaben an. Zum ersten Mal sollen zwölf Schülerbotschafter aus der deutschen Minderheit und zwölf Schülerbotschafter aus der dänischen Minderheit beim Oeverseemarsch im Februar zu Wort kommen. Der Marsch erinnert an die Schlacht vom 6. und 7. Februar 1864.

Nach dem Vortrag können sich die Schülerbotschafter Sticker und Anstecker mit dem Logo der deutschen Minderheit mitnehmen. Foto: Lana Riedel

Was man als Schülerbotschafter macht und warum Hans Fedder Hindrichsen Kley, Christina Jessen und Daniel Schlüter Schrøder Botschafter geworden sind, erzählen sie im Video.

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