Gesundheitssystem

180.000 Patienten nahmen Termine nicht wahr

180.000 Patienten nahmen Termine nicht wahr

180.000 Patienten nahmen Termine nicht wahr

Süddänemark
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180.000 Mal blieben 2018 die Stühle im Wartezimmer der Krankenhäuser in Süddänemark ungewollt leer. Foto: Søren Bidstrup / Ritzau Scanpix

Im vergangenen Jahr haben in der Region Süddänemark 500 Patienten ihren Termin im Kranknehaus nicht wahrgenommen. Eine teure Unsitte für das Gesundheitssystem.

Wie der Sender Danmarks Radio berichtet, haben im vergangenen Jahr 180.000 Patienten in der Region Süddänemark ihren Termin im Krankenhaus nicht wahrgenommen – 500 an einem Tag.

Somit erschienen etwa fünf Prozent der Patienten nicht zum Termin, weil sie diese vergessen hatten oder einfach nicht kamen, obwohl sie erinnert wurden. Dies verhindere ein reibungsloses Arbeiten, kritisiert Poul-Erik Svendsen (Sozialdemokraten), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses der Region Süddänemark.

Besonders hohe Fehlzeiten im Diabeteszentrum

Spitzenreiter bei den Fehlzeiten ist das Diabeteszentrum Stenos am Universitätshospital in Odense, wo 20 Prozent der Patienten ihre Termine nicht wahrnehmen. Dort waren allerdings vier Untersuchungen auf vier verschiedene Tage verteilt.

Seitdem diese gebündelt werden, und der betreffende Patient nur an einem Tag erscheinen muss, hat sich die Situation gebessert. Die Region Mitjütland ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Bußgeld für einen versäumten Arzttermin mindestens 500 Kronen betragen muss, damit es Wirkung zeigt.

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Gewollt und „die Ungewollten““