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Sonderburg-Autobahn: „Das ist schon eine Erfolgsgeschichte“

Sonderburg-Autobahn: „Das ist schon eine Erfolgsgeschichte“

Sonderburg-Autobahn: „Das ist schon eine Erfolgsgeschichte“

Sonderburg/Sønderborg
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Der damalige Transportminister Henrik Dam Kristensen bei der Eröffnung der Autobahn am 31. März 2010. Foto: Vejdirektoratet/Ritzau Scanpix

Neun Jahre nach der Einweihung ist der Verkehr auf der Sonderburger Autobahn kontinuierlich gestiegen. Niels Erik Wegener Moltved von der Straßenbehörde erläutert die Situation.

Als 2012 die Autobahn zwischen Klipleff (Kliplev) und Sonderburg (Sønderborg) eröffnet wurde, gab es nicht wenige Bürger, die das Projekt überflüssig fanden. Kaum jemand würde diese Straße benutzen, hieß es, Gegner des Projektes prangerten die Verschandelung der Natur an.

Zahl der Nutzer hat sich vervielfacht

Heute, neun Jahre später, ist die Autobahn bei den Autofahrern angekommen. Zahlen der Verkehrsbehörde zeigen, dass sich die Anzahl der Nutzer über die Jahre vervielfacht hat.

„Unmittelbar sehen wir auf der Sonderburger Autobahn ein sehr typisches Bild: Der Verkehr ist ebenso wie in anderen Landesteilen gestiegen“, sagt Niels Erik Wegener Moltved von der dänischen Straßenbehörde „Vejdirektoratet“.

Die Autobahn hat sechs Abfahrten und ist 26 Kilometer lang. Foto: Vejdirektoratet

Die Straßenbehörde erfasst den Verkehr jeweils für die einzelnen sechs Teilstrecken der Autobahn.

So verkehrten 2012 zwischen Seegard (Søgård) und Gravenstein (Gråsten) pro Tag im Jahresdurchschnitt durchschnittlich 11.519 Fahrzeuge und 501 Schwerkraftfahrzeuge (gemessen am ÅDT, dem „Årsdøgnstrafik“). 2019 lag dieser Durchschnitt bei 17.445 Autos und 696 Fahrzeugen über 12,5 Meter. 2020 waren insgesamt 16.479 Fahrzeuge zwischen Abfahrt 14 und 15 unterwegs.

Von 20.973 auf 27.147 Fahrzeuge Sonderburg-Düppel

Zwischen den Abfahrten Sonderburg und Düppel (Dybbøl) fuhren 2012 insgesamt 20.973 Fahrzeuge und 583 schwere Fahrzeuge. 2019 waren es insgesamt 27.147 Fahrzeuge. 2020 fuhren 24.370 Autos zwischen den Abfahrten 10 und 11, außerdem 653 lange Fahrzeuge.

Das Bild der Straßenbehörde zeigt den Verkehr auf den Teilstrecken in 2019 Foto: Vejdirektoratet

„Das Jahr 2019 gibt die Entwicklung am besten wieder. 2020 und 2021 muss man die Corona-Situation mit einrechnen“, sagt Projektleiter Niels Erik Wegener Moltved. Wegen der Shutdowns und durch das Arbeiten zu Hause seien 2020 und 2021 keine normalen Jahre, was die Verkehrsstatistik angehe.

51,4 Prozent mehr Autos zwischen Seegard und Gravenstein

Betrachtet man also 2019, fuhren zwischen Seegard und Gravenstein seit Eröffnung der Autobahn 51,4 Prozent mehr Autos. Zwischen Sonderburg und Düppel stieg der Verkehr zwischen 2012 und 2019 um 26,4 Prozent.

Das ist schon eine Erfolgsgeschichte, die Autobahn hat ohne Frage Verkehr angezogen und entspricht absolut den Erwartungen, die an die Autobahn gestellt wurden.

Niels Erik Wegener Moltved, Projektleiter

Am meisten genutzt werden die Teilabschnitte Sonderburg-Düppel (27.147 Fahrzeuge in 2019), Düppel-Wester-Satrup (18.707 Fahrzeuge in 2019) und Wester-Satrup-Auenbüll (18.659 Fahrzeuge in 2019).

Erwartungen voll und ganz erfüllt

Die Sonderburger Autobahn erfülle ihren Zweck, sagt Niels Erik Wegener Moltved. „Das ist schon eine Erfolgsgeschichte, die Autobahn hat ohne Frage Verkehr angezogen und entspricht absolut den Erwartungen, die an die Autobahn gestellt wurden. Man kann sagen, dass die Sonderburger Autobahn unserer Erwartungen voll und ganz erfüllt.“

Die Sonderburger Autobahn

  • Die Sonderburger Autobahn ist 26 Kilometer lang und erstreckt sich im Westen vom Anschluss an die E45 bei Klipleff (Kliplev) bis zur Abfahrt vor der Alsensundbrücke bei Sonderburg.
  • Es gibt die sechs Abfahrten Seegard, Gravenstein, Auenbüll, Wester-Satrup, Düppel und Sonderburg.
  • Die Sonderburger Autobahn wurde in Zusammenarbeit von Staat und Unternehmen realisiert, das erste „OPP-Projekt“ Dänemarks. Hinter dem Bau stand die „Kliplev Motorway Group“, mit dem Unternehmen Strabag als größter Partner. Über den Bau hinaus hat sich KMG für 26 Jahre für Instandhaltung und Betrieb der Straße verpflichtet. KMG erhält für das Projekt 2,1 Milliarden Kronen.
  • Erster Spatenstich für das Projekt war im März 2010 mit dem damaligen Transportminister Hans Christian Schmidt (V).
  • Einweihung war am 31. März 2012 mit dem damaligen Transportminister Henrik Dam Kristensen (Soz.).
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