Gesundheit

Corona-Krise: „Wir wollen unseren Kollegen helfen, wo wir können“

Corona-Krise: „Wir wollen unseren Kollegen helfen, wo wir können“

Corona-Krise: „Wir wollen unseren Kollegen helfen“

Sonderburg/Sønderborg
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Die erste Gruppe von freiwilligen Helfern kann sich auf zwei informative Tage einstellen. Foto: Kim Jørgensen

Die Sonderburger Kommune hat die Ausbildung der ersten Gruppe von Krankenschwestern für die neue Notbereitschaft in der Heimhilfe in Angriff genommen. Sie haben sich gemeldet, um vor Ort helfen zu können.

Am Montag begann für die ersten acht freiwilligen Krankenschwestern eine neue Aufgabe. Die Frauen, die seit Jahren eigentlich administrativ arbeiten, werden auf die Hausbesuche der Heimhilfe vorbereitet.

Zu dieser Gruppe gehören unter anderem auch die beiden Sonderburgerinnen Michelle Spile (30) und Iman Kayed (45), die eigentlich als Analyse- und Entwicklungskonsulentin in der Arbeitsmarktabteilung und als Seniorratgeberin im Gesundheitszentrum ihr Geld verdienen. Aber die Corona-Krise hat auch ihnen einen neuen Alltag ohne Arbeitskollegen beschert.

Michelle Spile (l) und Iman Kayed beim Pressetermin, wo natürlich auch auf den Corona-Sicherheitsabstand von zwei Metern geachtet wurde. Foto: Kim Jørgensen

„Wir befinden uns ja in einer ganz besonderen Situation. Wir wollen gern etwas tun und wir wollen unseren Kollegen helfen, wo wir nur können“, stellt Michelle Spile fest.

Iman Kayed ist als Seniorenratgeberin gewohnt, die Bürger der Kommune zu Hause zu besuchen. „Aber jetzt darf ich nur zu Hause am Telefon arbeiten. Das gibt mir ein schlechtes Gewissen, weil meine Kollegen so hart arbeiten müssen“, meint Iman Kayed. Als frühere Zentrumkrankenschwester ist sie den direkten Kontakt mit Menschen gewohnt. Aber auf die Aufgaben der Heimhilfe muss sie sich erst vorbereiten. „Ob ich mich freue? Ja, aber ich bin auch gespannt. Mir hat die klinische Krankenpflege schon gefehlt. Es ist immer eine positive Sache, die neuesten Dinge zu erfahren. Die Leute werden uns bestimmt gut aufnehmen“, so Iman Kayed.

Michelle Spile freut sich ebenfalls: „Ich habe ja früher an einem Krankenhaus gearbeitet und hier erhalten wir eine gründliche Einführung. Es ist so schön, dass wir Teil einer guten Lösung werden können.“

Kirsten Clausen (l) und Marianne Krarup haben den Kursus für die Teilnehmer zurechtgelegt. Foto: Kim Jørgensen

Der neuausgebildeten Notfallbereitschaft werden nur die leichteren Aufgaben übertragen. Die komplizierteren Fälle wird weiterhin die Heimpflege übernehmen, erklärt die Heim- und Krankenpflegeleiterin Marianne Krarup.

Zwei Tage lang erhalten die Kursusteilnehmer, die sich freiwillig gemeldet haben, Informationen über die Medizinierung, Corona, Dokumentation, die Behandlung von Wunden, und das sogenannte Akut-Team für Notfälle kommt ebenfalls vorbei. Anschließend werden die freiwilligen Helfer mit den Heimhelferinnen hinaus zu den Bürgern geschickt. Nur wenn die neuen Helfer bereit sind, können sie selbst Aufgaben übernehmen.

„Wir sind so dankbar, dass sich so viele gemeldet haben. Sie überwinden ihre Unsicherheit und werden neue Aufgaben übernehmen“, so Marianne Krarup.

Am Mittwoch wird die zweite Gruppe von Freiwilligen auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet.

In der Sonderburger Kommune erhalten über 2.000 Bürger täglich Hilfe von den Heimhelferinnen.

Wenn die aktuelle Corona-Welle vorbei ist, werden die Helfer wieder ihre normale Arbeit aufnehmen.

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