Auswertung

Jeder SP-Vertreter soll sichtbar sein

Jeder SP-Vertreter soll sichtbar sein

Jeder SP-Vertreter soll sichtbar sein

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Rainer Naujeck bedankte sich bei SP-Generalsekretärin Ruth Candussi mit Blumen für ihre intensive Unterstützung des Wahlkampfes vor Ort. Foto: Ruth Nielsen

Kommunalvorstand der Schleswigschen Partei wertete Wahlergebnis vom 21. November 2017 aus.

Im Magistratssaal des Rathauses hat sich kürzlich der Kommunalvorstand der Schleswigschen Partei (SP) getroffen, um die Wahl vom 21. November 2017 auszuwerten. Der Bürgermeisteranwärter Stephan Kleinschmidt hatte fast 90 Prozent aller Stimmen für die SP auf sich vereinen können. Das Superergebnis von 5.793 Stimmen brachte einen Zuwachs von zwei auf fünf Mandate.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Resultat u. a. darauf basierte, dass die Kandidaten sich als Mitstreiter gesehen haben, nicht als Konkurrenten: „Der Wahlkampf war eine gemeinsame Sache. Und wir waren eine reelle Alternative“, sprach Kleinschmidt seine Kandidatur als Bürgermeister an. Geholfen habe natürlich auch die Unterstützung von Jørgen Mads Clausen (Danfoss): „Das haben wir aber nicht ausgenutzt, sondern andere Empfehler geholt“, nannte er u. a. Café-Inhaber Michael Kisling.

SP als stabile Kraft

Die SP als stabile Kraft – diese Botschaft sei bei Wählern angekommen. Die SP habe ihre Position gefestigt als Brückenbauer und Verfechter einer breiten Zusammenarbeit, die in eine technische Konstituierung mündete. Das sei eine Geschichte, die die kommenden vier Jahre erzählt werden müsse.

Christel Leiendecker bewertete das „Auftreten nach außen“ als positiv. Die interne Vorbereitung für Kandidaten habe den Neuen Sicherheit, gleiche Visionen und Gemeinschaft gegeben. Claudius Schultz hob den frühen Beginn der Wahlvorbereitungen hervor. SP-Vize Rainer Naujeck hat sich notiert, dass sich Kleinschmidts Folketingskandidatur für die Radikale Venstre nicht negativ ausgewirkt hätte. „Was wären wir ohne Stephan?“, meinte er zum „Stimmenmagnet“ Kleinschmidt. Damit sprach er eine künftige Aufgabe an, mehr für die anderen Kandidaten zu tun, jeder solle sichtbar sein (das Wort wurde viele Male gebraucht) und vor Ort, in seinem Wahlbezirk, präsent sein. Dafür regte Leiendecker einen Aktivitätsplan an. Besser hingegen hätten die sozialen Medien genutzt werden können. Damit habe die SP zu spät angefangen.

Über die Wirkung von Leserbriefen könne gestritten werden, aber sie seien sinnvoll, da auf diese Weise die Haltung der SP festgehalten werde und sie, auf die SP-Homepage gesetzt, die Politik widerspiegelten.

Es hat weitere Überlegungen/Anregungen zur Strategie der kommenden Jahre gegeben, die (noch) nicht veröffentlicht werden dürfen. Einig waren sich die SP-Vertreter, dass es vorab der Ausschusssitzungen ein erweitertes Fraktionstreffen geben wird. Dazu gehören die fünf Ratspolitiker, ihre drei Vertreter (Jan Georg Hoff, Robert Knöpfli, Christian Hansen), Marion Petersen (vertritt die SP im Musikschulbereich), der Vorsitzende Arno Knöpfli und sein Vize Rainer Naujeck. Darüber hinaus tagt der Vorstand vielleicht in Form eines öffentlichen Frühschoppens mehrmals im Jahr.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Region war gestern“