Brücke

Jørgen Mads Clausen appelliert an Fünen

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Norburg/Nordborg
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Der Vorsitzende Mogens Nielsen hatte die Versammlung mit dem Abspielen des Liedes „Vi bygger bro“ eingeleitet. Den Text auf dem Schirm verfolgen Ellen Trane Nørby, Benny Engelbrecht, Erik Lauritzen, Jørgen Mads Clausen und Jes Schwartz-Hansen. Foto: Ruth Nielsen

Der Verein „Als-Fyn Broen“ will die feste Verbindung Alsen-Fünen populär machen. Er zählt um die 1.800 Mitglieder. Das sind viele, aber nicht genug, wie auf einer Veranstaltung deutlich wurde.

Der Verein „Als-Fyn Broen“ zählt um die 1.800 Mitglieder. Das sind viele, aber nicht genug, wenn die Aufmerksamkeit der Politiker auf Christiansborg für dieses Projekt geschärft werden soll. Das soll Alsen und Fünen zu einem (Wirtschafts)raum zusammenbinden.

Das wurde auf dem Bürgertreffen deutlich, das am Donnerstag im Sportcenter stattgefunden hat. Der Komitee-Vorsitzende Jørgen Mads Clausen (Danfoss) richtete einen Appell an Odenses Bürgermeister. Er solle die Bürgermeister der fünschen Kommune für dieses Projekt als Förderer sammeln. Denn diese halten sich offenbar mit ihrer Unterstützung zurück. „Mit der Großen-Belt-Brücke, der kommenden Kattegat-Brücke und Alsen-Fünen erhalten wir ein Y, das ganz Dänemark verändern wird“. Dafür gab es Applaus von den über 300 Teilnehmern.

Mehr Druck auf die politischen Entscheidungsträger könnte laut Clausen auch dadurch gewonnen werden, wenn Bürgerinitiativen hinter dem Projekt stünden. Es wurmte die Komiteemitglieder, dass die Region Süddänemark kürzlich vermeldet hat, dass sich dieses Projekt nicht auf der Prioritätenliste befindet. Die Region fälle zwar nicht die Entscheidung, somit sei diese Meldung „kein Bremsklotz, aber es macht es schwieriger, einen breiten Kreis zu überreden, hinter dem Projekt zu stehen“, erklärte dazu Benny Engelbrecht (Soz.), Vize im Finanzausschuss des Folketings.

Nørby: Wichtig, gemeinsam weiterzukämpfen

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, in den vergangenen Jahren viel erreicht zu haben. Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby erinnerte sich an eine Wahlveranstaltung im Benniksgård-Hotel 2005, als diese Idee propagiert wurde. „Da haben die Leute gelacht. Damit ist heute Schluss. Darum ist es wichtig, gemeinsam weiterzukämpfen“.
Die Venstre-Politikerin lobte die Sozialdemokraten, die in ihrem neuen Verkehrsplan die Brücke aufgenommen haben.

Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) meinte: „Wir werden immer auf Widerstand treffen. Daher ist es unsere Aufgabe, die Kenntnis über die Brücke zu verbreiten. Wir werden mit Händen und Füßen das Projekt verteidigen. Firmen und die Kommune haben viel investiert. Denn wenn wir etwas wollen, müssen wir es selbst tun“, so seine Erfahrung. Er machte deutlich, dass die Brücke einen Zusammenhang für die Region schaffe. In den zwei Jahren, in denen das Komitee existiere, „haben wir fantastisch viel erreicht. Es ist ein Verständnis da, dass die Brücke die gesamte Region anheben wird“.

„Für uns ist es ein Entwicklungsprojekt, kein Verkehrsprojekt. DI (Dansk Industri) empfiehlt eine Gesamtanalyse, wie Ost und West-Dänemark verbunden werden können. Das nehmen wir als Anerkennung“, berichtete Sekretariatsleiter Jes Schwartz-Hansen.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich über ww.als-fynbroen.dk anmelden. Der Jahresbeitrag kostet 100 Kronen.

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