Debatte

Leben auf dem Land liegt bei Älteren im Trend

Leben auf dem Land liegt bei Älteren im Trend

Leben auf dem Land liegt bei Älteren im Trend

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Quars/Kværs
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Conny Skovbjerg moderierte die Debatte mit (v. r.) Lilian Jensen (Dorfgilde), Tatjana Rode (Ansiedelungskoordinatorin), Bo Hansen (Kreditbank), Makler Kjeld Faaborg und Bürgermeister Lauritzen. Foto: Ruth Nielsen

Debatte während der Messe in Quars zur Ansiedelung in Dörfern. Podium diskutierte Frage unter den Gesichtspunkten „Anziehung“, „Empfang“ und „Festhalten“.

Vor Jahren noch war die Rede vom Dorfsterben, heute jedoch plant jeder fünfte Bürger, aufs Land zu ziehen. Aber was motiviert sie dazu? Was muss vorhanden sein, damit sie diesen Wunsch umsetzen, und dieses und nicht jenes Dorf wählen? Diese Frage hat der Dorfrat Kværs-Tørsbøl-Snurom (KTS) auf der ersten Messe am Wochenende in der Halle diskutieren lassen. Im Podium saßen Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokraten), Makler Kjeld Faaborg, Kundenberater Bo Hansen (Kreditbank), Tatjana Rode, Ansiedelungskoordinatorin, und Lilian Jensen, Vorsitzende der Gilde.

Erik Lauritzen hat Maßnahmen der Kommunen aufgelistet wie die Ansiedelungs- und Stadtstrategie, die die Entwicklung der Dörfer befördern sollen. Für Makler Faaborg waren Grundstücke in guter Lage entscheidend, Gravenstein und Umgebung ist für ihn „das Tor zu Sonderburg“, für die Bank muss das Darlehen rentabel sein, so Bo Hansen, in guten Arbeitsplätzen und Ausbildungsvielfalt sah Tatjana Rode eine Möglichkeit, Zuzügler zu gewinnen, während Lilian Jensen die zentrale Lage der Ortschaft und das Betreuungsangebot nannte. Moderatorin Conny Skovbjerg (Landbezirkskoordinatorin) forderte das Podium heraus und suchte Antworten auf die Begriffe „Anlocken“, „Empfangen“ und „Festhalten“.

Wie können Zuzügler angelockt werden? Der Bürgermeister erwähnte die „gute Geschichte“, die erzählt werden müsse, starke Betriebe, Natur sowie Kulturleben, Kjeld Faaborg einzigartige Baugrundstücke und zügige Sachbearbeitung, Bo Hansen ein vielfältiges Freizeit- und Kulturleben, eine offene Gesellschaft, die Nähe schaffe. Tatjana Rode zählte Arbeitsmöglichkeiten, Gemeinschaft, preiswerten Wohnraum, Partnerjobs und auch „die gute Geschichte“ dazu, um Vorurteile abzubauen. Lilian Jensen sprach das Milieu guter Nachbarschaft an.

Die Kommune sollte ein guter Gastgeber sein, so Erik Lauritzen zum Begriff „Empfangen“, den Neuen gegenüber entgegenkommend und hilfsbereit. Kjeld Faaborg versprach sich viel von der Senkung der Autoregistrierabgabe. Das könnte Pendler bewegen, umzuziehen. Bo Hansen nannte „Vertrauen“ und „Nähe“ als Willkommenskultur, Tatjana Rode den zielgerichteten Einsatz verschiedener Gruppen (Studenten, Familien), Lilian Jensen setzte da auf die Infos der Kommune, wer wohin gezogen ist, sodass dieser begrüßt werden kann.

Ein gutes Schulwesen war für den Bürgermeister ein Element, Zuzügler zu halten. Tatjana Rode stellte das Netzwerk für Zuzügler vor, während Lilian Jensen den Dorfrat als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Kommune sah, um so die Entwicklung eines Dorf es zu verfolgen.

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