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Seit 50 Jahren verbindet eine Fähre Fünen und Alsen

Seit 50 Jahren verbindet eine Fähre Fünen und Alsen

Seit 50 Jahren verbindet eine Fähre Fünen und Alsen

Fünenshaff/Fynshav
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Kresten Kjærgaard
Kapitän Kresten Kjærgaard an der Brücke Foto: Ilse Marie Jacobsen

Was 1967 mit einer Fähre für 35 Autos begann, ist seit 2015 die ganz modern mit neuen Möbeln und kostenlosem W-Lan eingerichtete Fähre M/F Fynshav, die bis zu 90 Wagen mitnehmen kann.

Was 1967 mit einer Fähre für 35 Autos begann, ist seit 2015 die ganz modern mit neuen Möbeln und kostenlosem W-Lan eingerichtete Fähre M/F Fynshav, die bis zu 90 Wagen mitnehmen kann.

Im Jahr 1967 waren die Menschen noch nicht auf dem Mond gelandet, und Dänemark wurde von Jens Otto Krag geleitet. Königin Margrethe II. heiratete ihren Prinz Henrik – und zwischen Alsen und Fünen wurde am 27. Mai 1967 eine ganz neue Fährverbindung zwischen Fünenshaff und Bøjden mit einer großen Zeremonie eingeleitet.

Die neue Fährverbindung löste ØK’s regelmäßigen Segelturn zwischen Fåborg und Mummark ab. Diesen hatte n die dänische Staatsbahnen DSB 1946 übernommen.

Seitdem sind sehr viele Personen und Autos von einer Reederei über den Kleinen Belt transportiert worden. 2016 hat „Færgen“ 331.303 Passagiere, 130.245 Autos und 3.001 Laster sicher auf die andere Seite gebracht. In allen Kategorien wurden diverse Pluspunkte zugelegt.
Ein Paar, das eigentlich nichts vom 50-jährigen Bestehen der Fährverbindung wusste, waren Jytte und Poul Bjerner aus Odense.
„Unser Sohn wohnt in Norburg, und wir fahren etwa jeden zweiten Monat rüber. Er und unsere Schwiegertochter passen auch auf unseren Hund auf. Die neueste Fähre finden wir sehr gut“, meinte Poul Bjerner, der den kleinen Foxterrier Ea im gemütlichen Salondeck sicher auf seinem Schoss hatte. Und Jytte wird auf der modernen Fähre auch nicht mehr seekrank, wie sie lächelnd feststellt.

Was 1967 mit einer Fähre für 35 Autos begann, ist seit 2015 die ganz modern mit neuen Möbeln und kostenlosem W-Lan eingerichtete Fähre M/F Fynshav, die bis zu 90 Wagen mitnehmen kann.
Beim Jubiläum hatte der Kapitän Kresten Kjærgaard das Ruder fest im Griff. Er hat im Jahre 2012 die Überfahrt zwischen Fünenshaff und Bøjden begonnen. Von der M/F Fynshav schwärmt er.
„Ich kenne diese Fähre sehr gut, und sie ist eine ganz sichere Sache. Aber wir richten uns ja immer nach den Verhältnissen“, meint er. Laut Segelplan braucht die Überfahrt 50 Minuten, um von A nach B zu kommen. Wird das Extradeck der modernen Fähre runtergelassen, dauern die Auffahrt und das Verlassen der Fähre etwas länger. Dann kann die Fähre aber auch in 40 Minuten über den Kleinen Belt gelangen. M/F Fynshav hat unter anderem auch eine Feuerlöschanlage, die bei Temperaturen von 60 Grad automatisch aktiviert wird.

M/F Fynshav
Die Fähre M/F Fynshav ist modern und zeitgemäß eingerichtet. Foto: Ilse Marie Jacobsen

2024 läuft der aktuelle Vertrag aus

Rederiet Færgen übernimmt bis 2024 die Überfahrten. Dann läuft der aktuelle Vertrag mit dem Staat aus. „Ich hoffe, dass die Politiker schon 2021 herausfinden, was sie eigentlich wollen. Wenn wir das ganze Jahr hindurch im Stundenzyklus ablegen sollen, dann erfordert das mehr Unterstützung vom Staat“, stellte der Direktor John Steen-Mikkelsen in seiner Rede bei der Jubiläumsfeier fest.

An Bord von M/F Fynshav war unter anderem auch Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauridsen. „Die Route ist einer der Lebensnerven für die Sonderburger Kommune und die Region Syddanmark. Es ist klar, dass die Autobahn der Fährroute Probleme bereitete. Aber jetzt geht es wieder vorwärts“, stellte er fest. Die Fähre würde beiden Seiten des Kleinen Belts für touristische Zwecke helfen. „Es ist unglaublich wichtig, dass wir diese Route optimieren“, so der Bürgermeister.

Auch das sozialdemokratische Folketingsmitglied Benny Engelbrecht (Soz.) ergriff das Wort. Er nannte sich selbst eine Landkrabbe und zitierte anschließend die Kulturministerin Mette Bock. Sie hatte vorgeschlagen, dass alle Schulkinder mal auf der Fähre zwischen Alsen und Fünen mitsegeln sollten. So würden sie in die Geschichte hineintauchen, so Engelbrecht, der auch den dänischen Dichter H. C. Andersen zitierte: „Reisen ist Leben.“

Im Sommer wird der Fährbetrieb zwischen Fünenshaff und Bøjden um eine weitere Fähre, die M/F Frigg, erweitert.
2016 wurde der Verkehr auf den dänischen Inseln mit dem sogenannten Landstraßenprinzip markant gefördert. Ein Kilometer auf einer Fähre kostet dasselbe wie ein Kilometer auf einer Landstraße. Am 1. September 2016 wurden die Preise der Fahrkarten außerhalb der Hochsaison um bis zu 53 Prozent reduziert, so die Reederei Færgen.rie

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