Kinofilm

„Onkel“ für Robert-Preis nominiert

„Onkel“ für Robert-Preis nominiert

„Onkel“ für Robert-Preis nominiert

Tondern/Tønder
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Jette Søndergaard spielt die Hauptrolle im Film „Onklen“. Foto: Pressefoto

Der nordschleswigsche Film „Onkel“, der in Lügumkloster und Tondern aufgenommen wurde, hat schon einen internationalen Filmpreis in Tokio gewonnen. Nun ist er auch in mehreren Kategorien für den dänischen Robert-Preis nominiert.

Mit wenig Worten aber mit viel Tiefgang hat der Film „Onkel“, der im November in die dänischen Kinos kam, für Furore gesorgt. Nun ist die Produktion in verschiedenen Kategorien auch für einen Robert-Preis nominiert worden, der von der dänischen Filmakademie verliehen wird. Unter anderem als bester Spielfilm des Jahres ist man im Rennen. Die Preisverleihung in Kopenhagen findet am 26. Januar statt. Stimmberechtigt sind Mitglieder der Filmakademie. Schon vor der Erstaufführung hatte „Onkel“ bei einem Festival in Tokio einen Preis eingeheimst.

Originellstes Manuskript

In der Kategorie als bester Regisseur ist der aus Nordschleswig stammende Frelle Petersen mit fünf Kollegen dabei. Auch in der Kategorie des originellsten Manuskripts des Jahres ist der Film nominiert. Dort befinden sich sieben Preisanwärter. Der Produzent des Films, Marco Lorenzen, stammt auch aus Nordschleswig. Im Film wird durchgehend sønderjysk geredet. Dazu gibt es Untertitel auf Hochdänisch.

Beste Hauptdarstellerin

Jette Søndergaard, ehemals Lügumkloster, kann stolz auf eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin des Jahres sein. Sie macht dabei einer so bekannten Kollegin wie Trine Dyrholm Konkurrenz. Søndergaard ist die einzige Profi-Darstellerin des Films. Sie spielt die junge Kris, die seit dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihrem Onkel (Peter Hansen Tygesen) auf dessen Hof lebt. Mit großem Pflichtbewusstsein versorgt sie Landwirtschaft und den Haushalt und kümmert sich um den gehbehinderten Onkel. Sie gibt für ihn ihren Wunsch auf, Tierärztin zu werden. Jeder Tag gleicht dem anderen, mit den gleichen Ritualen vom Aufstehen bis zum Zubettgehen.

Keine Tierärztin

Ähnlichkeiten zur Handlung des Films gibt es auch zum Leben der jungen Frau. Søndergaard ging nach dem Abitur nach Kopenhagen, um Tiermedizin zu studieren. Sie sattelte aber um, um ihren Traum zu verwirklichen, Schauspielerin zu werden. Sie ist auch im wirklichen Leben die Nichte von Peter Hansen Tygesen, der auf dem Hof Stenbjerg bei Tondern lebt – einer der wichtigsten Drehorte des Films.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das dunkle Netz“