Kommunalpolitik

Abfallbunker vom Gråbrødretorv gehen auf den Müll

Abfallbunker vom Gråbrødretorv gehen auf den Müll

Abfallbunker vom Gråbrødretorv gehen auf den Müll

Tondern/Tønder
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Die Tage der Müllbunker auf dem Gråbrødretorv sind gezählt. Foto: Brigitta Lassen

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Die Bürgerinnen und Bürger müssen auf drei andere Plätze in der Stadtmitte ausweichen. Technischer Ausschuss will Entsorgung aus den Haushalten in den neuen Plan für den Ortskern einarbeiten lassen.

Zu schön, als dass der Platz durch unterirdische Müllgruben für Hausabfall verschandelt werden soll. Daher sollen die im Jahr 2014 eingerichteten, unterirdischen Abfallbunker auf dem Gråbrødretorv wieder verschwinden, da im Rahmen der Tonderner-Marsch-Initiative auch in diesem Bereich eine Stadtsanierung der Tonderner Stadtmitte geplant ist.

Der Technische Ausschuss hatte die Wahl, ob sie versetzt werden, geschlossen werden oder bleiben sollen, wo sie sind. Trotz der Empfehlung der Verwaltung, die Abfallgruben an die Spikergade zu verlegen, entschied sich der Ausschuss anders. Die Politiker wünschen weder den Gråbrødretorv noch die Spikergade als Standort, sondern meinen, dass die Bürgerinnen und Bürger bei der Entsorgung ihres Müll auf die Abfallinseln an der Süderstraße (Hostrups Hotel), Jomfrustien (Jobcenter) und Skibbroen ausweichen müssen.

Wir haben beschlossen, dass die Müllgruben wegkommen. Wir wünschen, dass das Thema in die Pläne für die Stadtmitte integriert wird.

Bo Jessen, Vorsitzender des Technischen Ausschusses

Tønder Forsyning hatte vor dieser Lösung gewarnt, da die drei anderen Gruben bei der Streichung der Abfallinseln auf dem Gråbrødretorv nicht nur öfters geleert werden müssten. Es gibt dort auch keinen Platz für eine Erweiterung, wenn Abfall künftig noch mehr sortiert werden soll. „Wir haben beschlossen, dass die Müllgruben wegkommen. Wir wünschen, dass das Thema in die Pläne für die Stadtmitte integriert wird.“, so der Ausschussvorsitzende Bo Jessen, Tønder Listen.

Bürgerinnen und Bürger wurden befragt

Bevor der politische Beschlussfassung waren die Bewohnerschaft von der Lillegade, Spikergade, Uldgade, Frigrunden, Gråbrødrevej und Skibbrogade, die Vereine der Straßenabschnitte, der Seniorenrat und der Behindertenrat um einen Kommentar gebeten worden. In diesen Haushalten gibt es keine Mülleimer mehr. Die Bürgerinnen und Bürger werfen ihren Hausunrat in die Abfallbunker. Bei eigener Entsorgung müssten sie weiter ihre Abfalltonnen durch ihre Häuser transportieren, weil sonst kein Platz an den dicht an dicht stehenden Gebäuden war. Daher sollte ihnen mit den Müllgruben entgegengekommen werden.

Vor Hostrups Hotel kann Müll, beides wiederverwertbarer als nichtwiederverwertbarer, entsorgt werden. Foto: Archiv: Monika Thomsen

Die meisten der Befragten, die die Fragen der Kommune beantwortet haben, wünschen, dass die unterirdischen Mülltonnen auf dem Gråbrødretorv verschwinden. Als Ausweichmöglichkeit böten sich die anderen Abgabestellen, meinten sie. Für diesen Kreis würde sich der Abfallweg nur unwesentlich ändern. Die, die länger mit ihrem Müll gehen müssen, haben der Kommune nicht geantwortet.

31 Prozent für Schließung

31 oder 12 Prozent der Befragten stimmten dieser Lösung zu. Diese Alternative wurde vom Behindertenrat im Namen der Menschen mit Behinderungen und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern abgelehnt. Der Seniorenrat ist anderer Meinung und meint auch, dass auf die anderen Müllgruben ausgewichen werden könne, wenn ältere Leute mehr Hilfe von der Kommune bekämen.

Als neuer Standort für die Müllbunker vom Gråbrødretorv war auch der Platz vor dem früheren Zeitungshaus in der unmittelbaren Nachbarchaft an der Spikergade im Gespräch. Foto: Brigitta Lassen

Einige schlugen auch der Kommune den Kauf eines Hauses an der Spikergade vor, um auf dem Grundstück Müllabgabestellen einzurichten. Bei einer Spikergade-Lösung war auch in Erwägung gezogen worden, die Abfallbunker vor dem Haus, Spikergade 28 (frühere „Jydske-Tidende“-Redaktion) zu platzieren. Dieser Standort liegt nur etwa 15 Meter vom heutigen am Gråbrødretorv.

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