Infrastruktur

Einsatz für mehr Verkehrssicherheit in Kommune Tondern

Einsatz für mehr Verkehrssicherheit in Kommune Tondern

Einsatz für mehr Verkehrssicherheit in Kommune Tondern

Tondern/Tønder
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Trotz Sicherung durch Verkehrsampeln kommt es in Tondern im Bereich der Kreuzung des Ribe Landevej mit der Carstensgade und dem Grev Schacks Vej zu Verkehrsunfällen. Foto: Volker Heesch

Der Ausschuss für Technik und Umwelt des Stadtrates stellt Weichen für den Einsatz an Unfallschwerpunkten. Die Kreuzung Carstensgade/Ribe Landevej soll sicherer werden.

Das Thema Verkehrssicherheit war ein Schwerpunkt auf der Tagesordnung des Ausschusses für Technik und Umwelt des Tonderner Stadtrates.

Positive Tendenz: Weniger Unfälle seit 2010

„Insgesamt hat es bei den Unfallzahlen und der Anzahl der Verkehrsopfer seit 2010 in der gesamten Kommune eine positive Entwicklung gegeben“, so der Vorsitzende des Gremiums, Bo Jessen. Allerdings gebe es keinen Anlass, die Bemühungen für mehr Sicherheit auf den Straßen zu verringern.

Radfahrer besonders gefährdet

„Wir mussten leider feststellen, dass in unserer Kommune mehr Radfahrer im Verkehr zu Schaden gekommen sind“, so Jessen. Meistens in Ortsbereichen. Sorge bereite dabei die Tatsache, dass es überwiegend zu Unfällen kommt, weil Autofahrer Radfahrer übersehen. Acht Radler sind 2019 durch Unfälle verletzt worden, deren Anteil an der Gesamtverletztenzahl liegt bei einem Drittel.

Neue Registrierungsverfahren in den Unfallstationen der Krankenhäuser haben gezeigt, dass dort auch Unfallopfer behandelt werden, deren Unfälle nicht bei der Polizei aufgenommen worden sind. Das waren immerhin 13 Verletzte im Jahr 2019.

Mehr Unfälle mit Alkohol am Steuer

Auch die Tatsache, dass die Zahl der Unfälle, ani denen alkoholisierte Autofahrer beteiligt waren, angestiegen ist, bereitet dem Ausschuss Sorge. Bei 15 Prozent aller Unfälle in der Kommune Tondern war 2019 Alkohol im Spiel.

Auf der Grundlage der Unfallstatistik 2019 wurden drei Kreuzungen in der Kommune neu als Unfallschwerpunkte registriert, die in diesem Jahr durch Sicherungsmaßnahmen „entschärft“ werden sollen. Dabei handelt es sich um die Kreuzung Ribe Landevej/Carstensgade/Grev Schacks Vej in Tondern, die trotz Sicherung durch eine Ampelanlage Schauplatz von mehreren Unfällen gewesen ist.

Sicherungsmaßnahmen an Unfallschwerpunkten

„Wir haben dort keine Baumaßnahmen beschlossen, vielleicht kann eine veränderte Ampelschaltung schon helfen“, so Ausschussvorsitzender Bo Jessen. Weitere neue Unfallschwerpunkte sind die Kreuzung Jørgensgaard in Lügumkloster und eine Kreuzung in Ullerup bei Scherrebek.

Dort sollen ebenso wie an den 2019 identifizierten Unfallschwerpunkten, der Kreuzung in Gjerrup/Gærup und einer Kreuzung in Hönning/Hønning, für insgesamt 650.000 Kronen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu zählen „intelligente“ Warntafeln ebenso wie zusätzliche Stoppschilder. Als Unfallschwerpunkt wird ein Bereich registriert, wenn es dort in den zurückliegenden fünf Jahren fünf Unfälle gegeben hat.

Auch Radweg bei Adelwatt gebilligt

Der Ausschuss hat auch das Fahrradwegprojekt zwischen Adelwatt/Adelvad und dem Kreisverkehr bei Sollwig/Solvig zwischen Tondern und Osterhoist gebilligt. Der Radweg werde erst 2021 fertig sein, so Bo Jessen.

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