Initiative

Im Ex-Textilhaus wird „gegrüppelt“

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Hoyer/Højer
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Das frühere Textilhaus soll in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Volker Heesch

Das erste Vorhaben der Initiative „Højer Byudvikling“ geht seiner Vollendung entgegen. Der frühere Manufakturladen wird renoviert.

„Am 1. April werden wir fertig“, so Bauingenieur Jørn Petersen, Vorstandsmitglied der im vergangenen Jahr zur Bewahrung abrissbedrohter Häuser in Hoyer gegründeten Initiative „Højer Byudvikling“, am früheren Manufakturgeschäft Jens Rasmus Petersen an der Hoyeraner Großen Straße, das unter dem Namen „Grøbleriet“ künftig verschiedensten Zwecken zur Verfügung gestellt wird. Der Name lehnt sich an den Ausdruck „Grüppeln“ an. Die Technik bei der Landgewinnung im Wattenmeer, im Vorland kleine Gräben zu ziehen, wobei der Aushub neben den Vertiefungen aufgeworfen wird, sich bei Überflutungen jeweils wieder neue Sedimente als Klei in den „Grüppeln“ ablagern, was die Neulandbildung antreibt.

Das über Jahre vernachlässigte Gebäude hat ansehnliche neue Ladenfenster erhalten. Die Schaufenster an der Westseite zur Skolegade sind verkleinert und ebenfalls neu eingesetzt worden. Das stattliche Gebäude, das vorübergehend bereits dem Abrissbagger zum Opfer zu fallen schien, wird das Büro der Initiative Tonderner Marsch beherbergen, Künstlern und Existenzgründern aller Art zur Verfügung stehen.

Es kann zum Preis von 80 Kronen für einen Tag, 900 Kronen für einen Monat oder 9.500 Kronen für ein Jahr Büroplatz angemietet werden. Die Räumlichkeiten werden bevorzugt Interessenten zur Verfügung gestellt, die Produkte anstreben, die Bezug zur besonderen Kultur der Tonderner Marsch haben.

Eine weitere Funktion der „Grøbleriet“ ist das Angebot, dass sich Gruppen dort treffen, um Vorhaben im Fremdenverkehr wie Wandertourismus oder Fahrradferien zu entwickeln. Auch Nahrungsmittelproduktion angelehnt an die fruchtbare Marsch, ist ein Themenfeld, das „angegrüppelt“ werden könnte.

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