Neujahrsempfang

Kommune Tondern ist gut in Form

Kommune Tondern ist gut in Form

Kommune Tondern ist gut in Form

Tondern/Tønder
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Viele Gäste aus Wirtschaft, Politik, von Institutionen und dem öffentlichen Leben nahmen am Neujahrsempfang teil. Zum Auftakt gab es ein Gläschen Sekt. Foto: Elise Rahbek

Körper und Seele bilden eine Einheit. Daher müsse man gut auf seinen Körper aufpassen. Schließlich hat man nur den einen und er muss das ganze Leben halten.

Vermutlich zeigte sich nicht nur Bürgermeister Henrik Frandsen inspiriert von der Rede von Charlotte Bach Thomassen im Tonderner Rathaus. Als Gastrednerin des Neujahrsempfangs der Kommune sprach die Vorsitzende des Dachverbands dänischer Sportvereine (DGI) über Gemeinschaften und diese aufzubauen.

Charlotte Bach Thomassen fand interessierte Zuhörer im Tonderner Rathaus. Foto: Elise Rahbek

Wer schon jungen Leuten in den Sportvereinen Verantwortung überlasse, lasse die Jugendlichen stärker werden, egal in welcher Position. Sie würden zudem Einblick in die demokratischen Prozesse gewinnen.

Demokratie, Körper und Gemeinschaft

„Kopf und Körper gehören zusammen“, meinte die DGI-Chefin, die die Anwesenden dazu aufforderte, sich zu bewegen. Daher hieße die DGI-Losung auch „Bevæg dig for livet“, eine Initiative, die auch von der Kommune Tondern unterstützt wird. „Es gibt einen Zusammenhang zwischen Demokratie, dem Körper und der Gemeinschaft. Es sind wichtige Elemente und haben große Bedeutung für unsere Zukunft“, unterstrich sie.

Körper muss ein ganzes Leben halten

Nicht nur ihr Zusammenschluss müsse sich Gedanken machen, ob alle Mann an Bord seien oder ob Veränderungen vorgenommen werden müssten, um dies zu schaffen. Es lohne sich, die Köpfe zusammenzustecken und gemeinsam eine Sache in Bewegung zu setzen.

Das sei gut für die kleine aber auch für die große Demokratie. Man müsse einander unter die Arme greifen. In Sportvereinen sei es sehr gesund, Mitglieder aus allen Gesellschaftsschichten kennenzulernen. „Wichtig ist daher, auf unseren Körper aufzupassen, denn den benötigen wir ein ganzes Leben“, meinte sie.

Zur Feier des Tages hatte Henrik Frandsen die schwere Bürgermeisterkette angelegt. Foto: Elise Rahbek

In guter Form

Als gut in Form bezeichnete Bürgermeister Henrik Frandsen seine Kommune. Die Bürger seien zufrieden. Auch die Frage, ob sie stolz auf ihre Kommune seien, würden sie mit einem Ja beantworten.

Große Investitionslust

„Es gibt natürlich auch Herausforderungen, aber die Erfolge übertreffen die Herausforderungen. Als Beispiel will ich nur die Investitionslust von vier Betrieben nennen. Die Firmen Arla, Hydro, Hartmann und Ecco wollen zusammen gerechnet rund 1,5 Milliarden Kronen in ihre Produktionsapparate bzw. in Erweiterungen investieren. Wer so viel Geld ausgibt, signalisiert, dass man in der Kommune bleiben will", meinte Frandsen zuversichtlich.

Anwalt Lars Nauheimer war an diesem Tisch „Hahn im Korb“. Foto: Elise Rahbek

„Auch die Kommune investiert mit einer historisch hohen Marke in die Zukunft. Das ließ sich machen, ohne tiefe Einschnitte bei den Betriebsausgaben vorzunehmen. Wir sind keine reiche Kommune, haben aber unsere Finanzen im Griff. Die Entwicklung ist also nicht ins Stocken geraten“, freute sich Frandsen.

Es ist lohnenswert und schön, in dieser Kommune zu leben.

Bürgermeister Henrik Frandsen

Es sei lohnenswert und schön, in dieser Kommune zu leben, die reich an Kultur, Natur, Architektur, Vereinen und vieles mehr sei. Die Kommune sei quietschlebendig und hätte ein reiches Kulturleben – angefangen vom Tønder Festival, Klostermarkt, Schafmarkt, Austernfestival, Motorfestival auf Röm bis hin zu den vielen Dorf- und Stadtfesten.

In gemütlicher Runde konnte ein neues Netzwerk aufgebaut werden. Foto: Elise Rahbek

Außerdem seien für Konkurs gegangene Volkshochschule in Lügumkloster und den Vergnügungspark in Hjemsted örtliche Investoren gefunden worden. Auch die Tonderner-Marsch-Initiative mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 280 Millionen Kronen wurde von ihm zu den Erfolgserlebnissen gezählt.

100. Jahrestag für Grenzziehung

Mit besonders großer Erwartung blicke er auf das Jahr 2020 mit den vielen Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Jahrestags seit der Grenzziehung (Genforening). In Tondern würde unter anderem ein großes Fest am 27. Juni im früheren Flugzeughangar gefeiert und am 12. Juli würde Königin Margrethe nach Tondern kommen, um in einer Kutsche durch die Stadt zu fahren. Darüberhinaus gebe es ein wahres Füllhorn von Veranstaltungen, freute sich der Bürgermeister schon.

Auch der BDN-Hauptvorsitzende, Hinrich Jürgensen (3.v.r.), der Direktor des Landwirtschaftlichen Vereins für Nordschleswig, Tage, Hansen (2.v.r.), der BDN-Generalsekretär Uwe Jessen und Anne-Sofie Buhrmann Dideriksen zählten zu den Gästen. Foto: Elise Rahbek
Simon Faber (r.), der an der Spitze des Genforeningskomitees steht, im Gespräch mit der Direktorin der Technischen Verwaltung, Ditte Lundgaard Jakobsen, und dem früheren Kommunaldirektor Niels Johannesen. Foto: Elise Rahbek
Unternehmer Heinrich Carsten Tästensen, Lügumkloster, passte es nicht ganz, dass es beim Empfang kein Fuglsang-Bier gab sondern ökologisches Bier der Brauerei Ceres. Foto: Elise Rahbek
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