Umwelt und Natur

Mähfreie Periode: Das Gras darf am Römdamm wachsen

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Röm/Rømø
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Der Damm verbindet seit gut 70 Jahren die Nordseeinsel mit dem Festland. Foto: Küstendirektorat

In diesem Jahr wird in der Brutperiode der Vögel erstmals gar nicht am Römdamm gemäht.

Die Firma Kjel-kvist A/S aus Tondern ist in diesem Jahr für die Instandhaltung des Römdamms verantwortlich. Sie reichte bei der öffentlichen Ausschreibung das günstigste Angebot ein.

„Die Wellen des Wattenmeeres und die wechselnden Gezeiten setzen der Böschung stetig zu, weshalb eine kontinuierliche Instandhaltung wichtig ist. In jedem Sommer müssen einige Steine erneuert und Treibsel entfernt werden. Dieses Treibgut besteht aus Algen und anderem Material, das vom Meer dort abgelagert wird“, sagt Niels Kristian Kvistgaard, zuständiger Mitarbeiter des Küstendirektorats.

Zur Instandhaltung gehört auch das Mähen der Grasflächen an der Böschung. Starke Graswurzeln tragen dazu bei, dass die Böschungen des 70-jährigen Dammes robust und widerstandsfähig bleiben. Allerdings sind die Grasflächen auch ein begehrter Brutplatz von Vögeln. „Wir haben schon immer Rücksicht auf die brütenden Vögel genommen. In diesem Jahr gehen wir aber noch einen Schritt weiter. In dem Vertrag mit dem Unternehmen haben wir eine mähfreie Periode vom 1. Mai bis 25. Juni vereinbart, um den Vögeln und ihren Jungen Ruhe zu geben, bis diese flügge sind und das Nest verlassen“, sagt Niels Kristian Kvistgaard.

Dem Unternehmen wird im Gegenzug mehr Mitverantwortung überlassen, wie und wann es seine Aufgaben organisiert. „Ich bin mir sicher: Das ist eine gute Lösung“, so Kvistgaard.

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