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Zwei Männer sterben bei Wohnhausbrand: Frau schwer verletzt

Zwei Männer sterben bei Wohnhausbrand: Frau schwer verletzt

Zwei Männer sterben bei Wohnhausbrand: Frau schwer verletzt

dpa
Hamburg (dpa/lno) -
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Ein Polizist betritt den Hauseingang neben der Brandwohnung. Foto: Jonas Walzberg/dpa

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Ein Feuer hat am Sonntag die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Hamburg-Harburg aus dem Schlaf gerissen. Die Rettungskräfte müssen einen dramatischen Einsatz bewältigen.

Bei einem verheerenden Wohnungsbrand in Hamburg-Harburg sind am frühen Sonntagmorgen zwei Männer ums Leben gekommen. Eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Während der Löscharbeiten seien ein Mann und eine Frau aus einer Wohnung im zweiten Stock gesprungen, teilte die Polizei mit. Sie erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Trotz der Bemühungen von Notärzten und Sanitätern sei der Mann vor Ort gestorben. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

In der Brandwohnung im Erdgeschoss fanden die Retter einen leblosen Mann, wie die Polizei weiter mitteilte. Reanimationsbemühungen seien erfolglos geblieben. Die beiden Toten wurden zur Identifizierung ins Institut für Rechtsmedizin gebracht.

Zwölf andere Bewohner des Mehrfamilienhauses seien in Sicherheit gebracht worden. Die Einsatzkräfte hätten sie in einem Großraumrettungswagen betreut. Unter den Betroffenen waren nach Angaben der Feuerwehr drei Kinder sowie eine Frau, die mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Kurz nach Alarmierung der Feuerwehr gegen 3.45 Uhr hatte die Besatzung eines Streifenwagens gemeldet, dass Flammen aus dem Fenster im Hochparterre schlügen, das Treppenhaus verqualmt sei, sich aber noch mehrere Menschen in dem Gebäude befänden. Feuerwehrleute gingen mit Atemschutzgeräten in das Haus und holten die Bewohner im Alter zwischen einem und 58 Jahren mit Brandfluchthauben raus. Auch mehrere Kleintiere seien gerettet worden, hieß es. Die Feuerwehr war mit 85 Kräften im Einsatz.

Zur Brandursache konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Brandermittler des Landeskriminalamts begannen nach dem Löschen der Flammen mit der Untersuchung des Brandorts. Um kurz nach 7.00 Uhr hätten sie die Feuerwehr erneut alarmiert, weil sich noch Glutnester in der Brandwohnung befanden.

Der viergeschossige Altbau liegt im Harburger Phoenix-Viertel, einer traditionellen Arbeitersiedlung. Die Fassade war am Morgen nach dem Brand rauchgeschwärzt, die verkohlten Fenster standen offen. Die Feuerwehr erklärte Teile des Hauses für unbewohnbar. Die Bewohner mussten anderweitig untergebracht werden.

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