Verunreinigung

Giftstrand Himmark: Aufräumarbeiten kosten über 50 Millionen Kronen

Giftstrand Himmark: Aufräumarbeiten kosten über 50 Millionen Kronen

Giftstrand Himmark: Aufräumarbeiten kosten über 50 Millionen

Himmark
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Der betroffene Strandabschnitt im Osten von Himmark Foto: Lene Esthave/Ritzau Scanpix

Die Region Süddänemark gibt eine erste Prognose ab, was die Reinigung des Himmarker Strandes kosten wird. Neue Untersuchungen sind eingeleitet worden.

Es wird mehr als 50 Millionen Kronen kosten, die umfassende Verunreinigung am Strand von Himmark zu beheben. Diese Einschätzung hat die Region Süddänemark am Dienstag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Wie die umfassende Verunreinigung entfernt werden soll, steht aber noch nicht fest. Doch der Vorsitzende des regionalen Umweltausschusses, Jørn Lehmann Petersen (Soz.), wollte mt einer ersten Prognose nicht länger warten.

„Es wurden neue Untersuchungen der Verunreinigung eingeleitet, die erst im nächsten Jahr beendet werden. Es herrscht aber überhaupt kein Zweifel, dass der Strand Himmark eine Generations-Verunreinigung ist.“ Daher ist die Zahl 50 Millionen Kronen auch nur eine Einschätzung.

Die Verunreinigung stammt von Hinterlassenschaften aus einer Zeit zwischen 1950 bis 1970, als der nordalsische Konzern Danfoss seinen Produktionsabfall in Strandnähe deponierte. Der Abfall bestand aus Ölstoffen und chlorierten Lösungsmitteln.

Vier Tonnen Lösungsmittel am Strand

Die Region Süddänemark geht davon aus, dass sich 300 Tonnen Schadstoffe am nordalsischen Strand befinden. In Sachen chlorierte Lösungsmittel wird von vier Tonnen ausgegangen.

Die Experten gehen davon aus, dass die Verunreinigung bis unter den Meeresboden gedrungen ist. Eine einzelne Wasserprobe, die im Wasser unter dem Meeresboden entnommen wurde, enthielt den krebserregenden Stoff Vinylchlorid in großen Mengen.

Wie die Aufräumarbeiten finanziert werden sollen, steht noch nicht fest.

Jørn Lehmann Petersen hofft, dass der Staat der Region unter die Arme greifen wird:

„Wenn wir diese Schandflecken auf der Landkarte beseitigen sollen, dann brauchen wir über mehrere Jahre laufend Mittel, statt diese kleinen, tropfenweisen Beträge, die eigentlich wenig nützen.“

Danfoss hat auf eigene Initiative hin die Untersuchungen der Verunreinigung bei Himmark bezahlt. Mit der Untersuchung soll eine weitere Verbreitung verhindert und mögliche Entsorgungsmethoden erarbeitet werden.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Papes Schattenspiele“