Richtfest

Richtkränze am zweiten „Haus des Wissens“

Richtkränze am zweiten „Haus des Wissens“

Richtkränze am zweiten „Haus des Wissens“

Sonderburg/Sønderborg
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Es wurden Kränze abgeliefert. Auf dem Foto hatte der Rambøll-Ingenieur von nebenan, Mogens Ravn, einen dabei. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Das neue Schwestergebäude des „Haus des Wissens“ am Sonderburger Hafen hat seine Höhe erreicht. Dort wurde am Freitag Richtfest gefeiert. Es wird das erste mit DGNB-Gold zertifizierte Hafengebäude.

Vor zehn Monaten wurden die ersten Pfähle in das Schwestergelände des schon seit mehreren Jahren am Sonderburger Hafen liegende „Haus des Wissens“ in die Erde gerammt.

Dann ging es los mit dem Bau des zweiten Wissensgebäudes. Im Dezember 2019 wurde der fünfte Stock des ganz nach den Plänen des Stararchitekten Frank Gehrys gehaltenen Gebäudes platziert. Mit dem Neubau kann sich das Haus des Wissens im Oktober über zusätzlich 3.400 Quadratmeter Bürofläche freuen.

Als das erste Gebäude des Masterplans wird das neue Wissenshaus den sogenannten goldenen DGNB-Status erhalten. Das Gold-Zertifikat erhalten nur die Bauten, die verschiedene sehr hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.

Um sich für ein Green Building Councils DGNB-Zertifikat zu qualifizieren, muss ein Gebäude oder ein Stadtteil fünf Hauptbereiche erfüllen:

  • die umweltmäßige, ökonomische, soziale, technische und Prozessqualität.
  • Nach einer Beurteilung werden die Projekte in Silber, Gold und Platin eingestuft.

Der Neubau wurde durch eine Kooperative zwischen der Baufirma A. Enggaard und dem Bitten & Mads Clausen Fond errichtet. Das erste bräunliche sechsstöckige Gebäude wurde 2013 bezogen. 50 Prozent des neuen Gebäudes daneben sind schon vermietet. Dort wird unter anderem auch der „Bitten & Mads Clausen Fond“ einziehen.

Die Architekten von Schmidt Hammer Lassen haben beide Häuser gezeichnet. „Alles ganz nah am Wasser und der restlichen Hafenfront. Im zweiten Saal wird eine gemeinsame Terrasse angelegt, die beide Häuser verbindet“, erklärte der Projektdirektor von BMC, John Knudsen, in seiner Rede beim Richtfest. Ein DGNB-Qualitätsstempel gehört heute einfach dazu, so Knudsen.

Auch Peter Clausen und seine Frau genossen die schöne Aussicht direkt zum Alsensund hinaus. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Er wies schon auf das nächste Projekt hin: die 28 Luxuswohnungen im neuen Kongebrohuset. „Es ist immer schön, etwas Neues zu bauen, wenn so viele dort einziehen wollen“, so John Knudsen.

Der Abteilungschef von A. Enggaard, Palle Priska, erinnerte daran, dass vor 15 Jahren in Sonderburg noch ein Industriehafen lag. 2006 wurde die Hafengesellschaft gegründet. „Aber wir träumen nicht nur große Träume, wir verwirklichen sie auch“, so Palle Priska.

Der Baubeginn des neuen Wissenshauses im Sommer 2019 war nicht ganz einfach gewesen: „Wir hatten so viel Regen wie nie zuvor. Aber gut begonnen ist auch schon halbwegs fertig“, stellte der Abteilungsleiter lächelnd fest.

Palle Priska wollte dem neuen Gebäude abschließend mit ein paar Scherben viel Glück wünschen. Das Glas wollte aber nicht sofort in tausend Stücke zerspringen. Er musste das Glas zweimal in die Ecke werfen. Aber dann klirrte es auch ordentlich – und alle applaudierten.

Nach den Reden wurden den Handwerkern frischgeröstete Ringreiterwürstchen serviert. Foto: Ilse Marie Jacobsen
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