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Divisionsvereinigung: „Wir haben ein Signal gesendet“

Divisionsvereinigung: „Wir haben ein Signal gesendet“

Divisionsvereinigung: „Wir haben ein Signal gesendet“

Esbjerg
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Ratlosigkeit in den Gesichtern bei der Spielunterbrechung im Pokalfinale 2020 Foto: Karin Riggelsen

Der Direktor der Divisionsvereinigung, Claus Thomsen, hat die Spielunterbrechung beim Pokalfinale erklärt. Es sollte ein Exempel statuiert werden.

Im ersten Moment wusste niemand in der Blue Water Arena, warum Schiedsrichter Jørgen Daugbjerg Burchardt Mitte der ersten Halbzeit zur Pfeife griff und das Fußball-Pokalfinale zwischen AaB und SønderjyskE unterbrach.

Schnell wurde klar, dass der Grund im AaB-Block zu finden war. Dicht gedrängt standen dort die Anhänger und ignorierten damit – trotz mehrfacher Ermahnung durch den Stadionsprecher – die geltenden Corona-Richtlinien.

Anweisung per Funk

Schiedsrichter Jørgen Daugbjerg Burchardt wurde schließlich von den Veranstaltern über Funk dazu aufgefordert, die Partie zu unterbrechen. Verantwortlich für das Pokalfinale sind der dänische Fußballverband DBU und die Divisionsvereinigung.

„Wir konnten diese Situation nicht hinnehmen und haben richtig reagiert, damit das Treiben ein Ende hat“, erklärt der Direktor der Divisionsvereinigung am Tag nach dem Finale. „Wir haben gezeigt, dass wir getreu den Richtlinien handeln können, obwohl wir mit der Situation nicht gerechnet hatten. Wir haben damit ein Signal gesendet, dass wir es mit diesen Richtlinien ernst meinen – auch bei Fußballspielen“, so der Direktor.

Claus Thomsen sagt außerdem, dass das Timing für die Unterbrechung gut war und ein gutes Beispiel für die Zukunft liefere.

Vermeidbare Situation

Die Meinung teilt AaBs Mannschaftskapitän, Lucas Andersen, nicht. Er wundert sich, dass nicht schon viel früher eingegriffen wurde, da die Fangruppe bereits beim Aufwärmen der Mannschaften so dicht zusammenstand.

„Ich hatte nicht die Befürchtung, dass das Spiel abgebrochen wird. Aber man hätte das schon beim Aufwärmen regeln können, wo es genauso aussah wie während des Spiels“, sagt Lucas Andersen gegenüber Ritzau.

SønderjyskEs Fans hielten sich weitestgehend an die geltenden Richtlinien. Foto: Karin Riggelsen
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