Handball

Ein Fuß in beiden Lagern

Ein Fuß in beiden Lagern

Ein Fuß in beiden Lagern

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Sonderburg/Tondern
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Karin Riggelsen

Für Thorsten Fries und Hans Martin Asmussen wird das Handballspiel zwischen SønderjyskE und TMT ein Treffen mit der Vergangenheit.

Wenn in der Skansen in Sonderburg am Donnerstag für das Nachbarschaftsduell zwischen den Handballern von SønderjyskE und TM Tønder ab 18.30 Uhr der Anpfiff ertönt, werden nicht nur die Fans elektrisiert sein. Auch für SønderjyskEs Torhüter Thorsten Fries und TMTs Hans Martin Asmussen steht eine besondere Begegnung, unabhängig der tabellarischen Ausgangslage, bevor. Beide Handballer haben in ihrer Karriere mit mehr als einem Bein im Lager des Gegners gestanden.

„Erst einmal vorweg, ich bin Profisportler und natürlich zu 100 Prozent meinem Arbeitgeber gegenüber loyal. Wenn das gesagt ist, habe ich SønderjyskE und insbesondere Morten Henriksen enorm viel zu verdanken“, so der aus Pebersmark stammende Hans Martin Asmussen. Asmussen hat seine ersten Schritte im Erwachsenenhandball bei den Hellblauen gemacht und für acht Spielzeiten das SønderjyskE-Trikot getragen. Ein Umstand, der den 30-Jährigen sehr geprägt hat.

„Alles das, was ich als Handballer kann und darstelle, habe ich in der Zeit dort gelernt. Das hat mich maßgeblich geprägt“, so Hans Martin Asmussen, der nicht verhehlt, dass noch eine Portion hellblaues Blut in seinen Adern fließt.

Für den aus Seeth stammenden Thorsten Fries war die Heimspielstätte von TM Tønder in den Jugendjahren das zweite Wohnzimmer.

„Ich habe meine Jugend in Tondern in der Halle verbracht. Viele der jetzigen Spieler in der ersten Mannschaft kenne ich gut, und die tollen Erinnerungen an die Zeit sind hängen geblieben“, so Fries, der gerade in der vergangenen Saison einige Spiele in Tondern als Zuschauer besucht hat.

Der 25-Jährige hat sich genauso wie Hans Martin Asmussen die Spiele gegen den Rivalen im Kalender dick angestrichen.

„Das sind Spiele, die eine extra Gänsehaut für den Spieler, der aus der Region kommt, geben. Als Nordschleswiger gehören die Spiele gegen TM Tønder zu den wichtigsten der Saison“, so Fries.

„Auch als ich in Randers gespielt habe, waren die Duelle gegen SønderjyskE für mich etwas Besonderes. Durch den Wechsel nach Tondern hat das ganz sicher nicht abgenommen“, so Asmussen. Zurückhalten wird sich der 30-Jährige im Derby allerdings deshalb noch lange nicht.

„Ich wünsche mir für TM Tønder das Beste, aber nicht weit dahinter kommt dann auch SønderjyskE. Im Spiel zählt aber nur der Sieg für TM Tønder. Wir haben eine sehr fokussierte Trainingswoche hinter uns und stehen unter Zugzwang. Allerdings durch das Derby nicht mehr als ohnehin schon“, so Hans Martin Asmussen.

Thorsten Fries geht auch nicht davon aus, irgendwelche Gefangenen gegen TM Tønder zu machen.

„TM Tønder darf gerne viele Spiele gewinnen, und ich drücke auch gerne die Daumen. Aber das Spiel gegen uns nicht“, so Fries mit einem breiten Schmunzeln.

Mehr lesen