HANDBALL

TM Tønder hat alle Mitarbeiter nach Hause geschickt

TM Tønder hat alle Mitarbeiter nach Hause geschickt

TM Tønder hat alle Mitarbeiter nach Hause geschickt

Tondern/Tønder
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Es werden vorerst keine Spiele mehr in Tondern ausgetragen. Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

Der Spielbetrieb ruht, doch die laufenden Kosten bleiben. Wegen der Corona-Pandemie hat TM Tønder sämtliche Mitarbeiter dazu aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen.

Als die dänische Regierung Anfang der Woche ihr finanzielles Hilfspaket für Unternehmen präsentiert hat, reagierte TM Tønder sofort und hat alle Mitarbeiter nach Hause geschickt.

„Wir hatten gar keine andere Wahl. Es gibt für unsere Mitarbeiter gerade nichts zu tun, und die Gehälter laufen natürlich weiter. Durch das Hilfsprogramm bekommen wir wenigstens Teile der Lohnkosten zurück. Wie viel es genau ist, wissen wir aber noch nicht“, sagte Direktor Kim Wittenkamp zum „Nordschleswiger“.

Hilfe für die Klubs

Der Hilfsplan der dänischen Regierung sieht vor, dass zwischen dem 9. März und dem 9. Juni 75 Prozent der Gehälter, jedoch höchstens 23.000 Kronen im Monat pro Vollzeit-Mitarbeiter übernommen werden. Der Verein bezahlt die restlichen 25 Prozent und verpflichtet sich, den Mitarbeitern nicht zu kündigen.

Das Angebot haben bereits mehrere Sportvereine in Dänemark angenommen. Die meisten haben allerdings ihre Spieler von der Regelung ausgenommen, damit sie weiterhin individuell trainieren können. Nicht so TM Tønder.

Kein Training für die Spieler?

„Wir können unseren Spielern in dieser Situation nicht vorschreiben, was sie zu Hause tun sollen, und wir wissen auch nicht, ob überhaupt noch gespielt wird. Damit müssen die Spieler eigenverantwortlich umgehen. Aber wir erwarten natürlich, dass sie in Form sind, wenn es weitergeht – wie nach jeder anderen Pause auch“, so Kim Wittenkamp.

Wann und wie es weitergeht, weiß der Direktor nicht. Das Büro ist geschlossen, und er beantwortet Anfragen von zu Hause aus. Abwarten ist gefragt.

Treffen in der kommenden Woche

„Am Dienstag trifft sich die Divisionsvereinigung und berät über mögliche Szenarien, wie die Saison beendet werden kann. In Schweden wurde die Saison gerade abgebrochen – ohne Meister und ohne Absteiger. So kann es bei uns auch kommen. Ich gehe davon aus, dass wir am Donnerstag, den 26., schlauer sind. Da ist zu einem Klubtreffen einberufen worden. Wo das stattfindet, steht noch nicht fest. Aber vermutlich am Telefon“, so der Direktor, der sich freut, dass TM Tønder durch die guten Leistungen am Jahresanfang bei einem möglichen Saisonabbruch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„21 Sekunden für eine bessere Welt“