Handball

Mit Comeback zum Meistertitel

Mit Comeback zum Meistertitel

Mit Comeback zum Meistertitel

Flensburg
Zuletzt aktualisiert um:
Malte Schnoor aus Bülderup (links) und Rune Jessen Hinrichsen aus Rapstedt nach dem Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft mit der SG Flensburg-Handewitt Foto: Privat

Rune Jessen Hinrichsen und Malte Schnoor haben mit der SG Flensburg-Handewitt die deutsche A-Jugend-Meisterschaft gewonnen.

Die Chancen auf den Titelgewinn schienen schon verschenkt, als die beste Nachwuchs-Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt das Final-Hinspiel um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft bei den Rhein-Neckar Löwen deutlich mit 29:35 verloren hatten, doch mit einem bemerkenswerten Comeback und einem 29:23-Sieg im Rückspiel vor 900 Zuschauern in der Handewitter Wikinghalle sicherte sich die SG erstmals den Titel.

Mitten im Jubel standen auch zwei Nordschleswiger. Der Rapstedter Rune Jessen Hinrichsen und der Bülderuper Malte Schnoor gehörten zur erfolgreichen Auswahl der Flensburger.

„Das war ein fantastisches Gefühl. Es ist schwer zu beschreiben, ich war einfach nur glücklich. Nach der Hinspiel-Niederlage hatten nicht mehr viele an uns geglaubt, aber man hat immer eine Chance“, sagt Rune Jessen Hinrichsen.

„Das war der Wahnsinn, auch von der Stimmung her“, so Malte Schnoor: „Wir wussten, dass wir eine gute Mannschaft hatten. Wir waren als die Nummer eins aus unserer Bundesliga in die Endrunde gegangen, aber danach lag noch ein weiter Weg vor uns, bevor wir Meister werden konnten. Als wir bei den Rhein-Neckar Löwen mit sechs Toren Unterschied verloren, wussten wir, dass es schwer werden würde, und es war schon eine kleine Überraschung, dass wir es noch geschafft haben.“

Die Flensburger hatten im Rückspiel bereits mit 27:19 und 29:22 geführt.

Rune Jessen Hinrichsen hat beim Jugendbund Rapstedt/Osterhoist mit dem Handballspielen angefangen und gemeinsam mit Malte Schnoor beim SC Saxburg-Bülderup gespielt, bevor sie in der Nachwuchs-Abteilung der SG Flensburg-Handewitt wieder zusammengefunden haben. Rune Jessen Hinrichsen lebt seit 2007 in der Handball-Akademie der SG Flensburg-Handewitt, Malte Schnoor ist im vergangenen Sommer nach einem Jahr an der Nachschule SINE in Lügumkloster zur SG Flensburg-Handewitt gestoßen.

„Wir trainieren fünfmal die Woche, hinzu kommt ein Spiel am Wochenende“, sagt Rune Jessen Hinrichsen, der nach den Sommerferien die 2G im DGN in Angriff nehmen wird.

Der 17-jährige Kreisläufer zählt zu den jüngsten Spielern der Meistermannschaft und wird noch ein Jahr dranhängen.

„Ich spiele die U18 erst einmal fertig, und dann sehen wir, ob es für mich in Dänemark oder in der zweiten Mannschaft der SG weitergeht. Langfristig ist es ganz sicher mein Traum, Handball-Profi zu werden, aber kurzfristig wäre es schon eine tolle Sache, mal einige Trainingseinheiten mit der Bundesliga-Mannschaft der SG zu absolvieren, wie es einige meiner Mannschaftskameraden schon gemacht haben“, sagt Rune Jessen Hinrichsen, der sich durchaus vorstellen könnte, nach dem Abitur Sport zu studieren und auch in anderen Teilen Dänemarks Handball zu spielen.

Malte Schnoor hat in einem „Nordschleswiger“-Interview aus dem November 2017 bereits eine Bundesliga-Karriere bei der SG Flensburg-Handewitt als Traum ausgegeben und konnte bereits in der dänischen U18-Nationalmannschaft Erfahrungen sammeln.

„Den ersten Lehrgang der U19-Nationalmannschaft musste ich wegen einer Verletzung absagen. Ich rechne nicht damit, dass ich in diesem Sommer dabei sein werde, und sollte ich noch einmal den Sprung schaffen, wäre dies nur ein Bonus“, sagt der 18-jährige Rückraumspieler.

Mehr lesen