HANDBALL

Dänemark gewinnt das gleichgültigste Spiel des Jahres

Dänemark gewinnt das gleichgültigste Spiel des Jahres

Dänemark gewinnt das gleichgültigste Spiel des Jahres

Malmö
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Die dänische Nationalmannschaft tritt den schweren Gang zum Spiel gegen Russland an. Foto: Liselotte Sabroe / Ritzau Scanpix

Die dänische Handball-Nationalmannschaft hat Russland im letzten Gruppenspiel der Europameisterschaft mit 31:28 geschlagen. Schützenhilfe gab es keine – das Turnier ist für Dänemark vorbei.

Nach dem Spiel zwischen Island und Ungarn stand fest: Es geht um nichts mehr in der Partie zwischen Dänemark und Russland bei der Handball-Europameisterschaft.

Beide Mannschaften waren definitiv ausgeschieden und es ging nur noch darum, sich in Würde aus dem Turnier zu verabschieden.

Dies gelang Dänemark trotz eines 31:28-Sieges gegen Russland nicht. Wie schon in den Spielen zuvor war das dänische Spiel von unerklärlichen technischen Fehlern geprägt. Russland bestrafte diese in der Anfangsphase mit Kontertoren.

Zur Halbzeit lag die mit Weltstars gespickte Mannschaft um Mikkel Hansen, Rasmus Lauge und Niklas Landin mit 12:15 zurück. Ein neues Debakel schien seinen Lauf zu nehmen.

Immerhin gab Dänemark nicht auf und gewann am Ende mit 31:28.

Dänemarks einziger Sieg bei dieser Europameisterschaft kam zu spät. Die vermeintlich beste Mannschaft der Welt beendet das Turnier auf dem 13. Platz. Die schlechteste EM-Platzierung Dänemarks seit 1998.

„Wie haben nur ein Spiel verloren“

Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen relativiert das Debakel und sieht eine Mitschuld an der neuen Struktur der Europameisterschaft, in der nur zwei Mannschaften aus den Vierergruppen in die Zwischenrunde einziehen.

„Wir haben nur ein Spiel mit nur einem Tor Unterschied verloren. Das ist uns zum Verhängnis geworden. Wir haben nicht das Niveau erreicht, das wir gerne wollten“, sagte der Trainer zu TV2. „Wir hatten einige Probleme und haben ein Spiel mit einem Tor verloren, und dann ist man leider ausgeschieden“, so Nikolaj Jacobsen.

Entscheidend für den Misserfolg war neben der Niederlage gegen Island jedoch auch das Unentschieden gegen Ungarn. Mit einem Sieg hätte Dänemark gegen Russland noch alles in eigener Hand gehabt.

„Es war klar, dass es mit diesem Ausgangspunkt heute schwer werden würde. Es war eine riesige Enttäuschung, zu erfahren, dass wir ausgeschieden sind. Wir wollten uns ordentlich verabschieden und begannen gut, aber dann haben wir viel zu viele Fehler gemacht. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns steigern und haben eine gute Einstellung gezeigt“, sagte Nikolaj Jacobsen.

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