HANDBALL-WM

Dänemark will endlich loslegen

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Okinawa
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Das dänische Team hat am Freitag erstmals in der WM-Halle trainiert. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

Für die dänischen Handballfrauen beginnt am Sonnabend die Weltmeisterschaft in Japan. Und dabei geht es nicht nur um Medaillen.

Die 24. Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Japan hat begonnen. Dänemark greift am Sonnabend um 12.30 Uhr ins Geschehen ein.

Gespielt wird in vier Vorrundengruppen à sechs Mannschaften; die jeweils drei Bestplatzierten pro Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein.

Mit Frankreich und Brasilien trifft Dänemark auf zwei Weltmeister der jüngsten drei Turniere. Bei Brasilien liegt dies bereits sechs Jahre zurück, doch es sind noch einige Spielerinnen dabei, die 2013 die Goldmedaillen geholt haben.

Frankreich geht als amtierender Welt- und Europameister auch dieses Jahr wieder als Favorit ins Turnier. Um in die Zwischenrunde einzuziehen, muss Dänemark in erster Linie gegen Deutschland und Südkorea erfolgreich sein.

Die Ziele

Dänemarks Auftaktgegner Australien ist der krasse Außenseiter in der Gruppe, findet auch Nationaltrainer Klavs Bruun Jørgensen: „Das ist keine Mannschaft, die uns Probleme bereiten sollte. Und ich bin mir sicher, dass sie das auch nicht wird“, sagte er selbstbewusst gegenüber TV2 Sport.

Das Spiel gegen Australien sei ein weiteres Trainingsspiel, bevor das Turnier richtig beginnt, so der Trainer. „Es ist gut, dass wir als Erstes gegen Australien spielen. Wir müssen unser eigenes Spiel machen und noch ein paar Dinge einstudieren“, sagte Klavs Bruun Jørgensen zu TV2 Sport.

Das Erreichen der Hauptrunde ist das erste Ziel für das dänische Team. Das Zweite heißt: unter die ersten sieben kommen. Denn das berechtigt die Mannschaft, an der Qualifikation zum nächsten Großereignis teilzunehmen: den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo.

Was darüber hinaus noch möglich ist, werden die ersten Spiele zeigen. Mit Südkorea und Deutschland warten die entscheidenden Gruppenspiele für Dänemark direkt nach dem Auftaktspiel gegen Australien.

Die Favoriten

Favorit auf den Titel ist in diesem Jahr neben Frankreich das russische Team, dessen spanischer Coach Ambros Martin auch die Klubmannschaft von Rostov-Don trainiert. Martin hat nicht weniger als neun seiner Spielerinnen zur Weltmeisterschaft mitgenommen. Auf seinen Star Daria Dmitrieva muss der Spanier allerdings wegen einer Verletzung verzichten.

Das dänische Team hat alle Spielerinnen gesund gemeldet und kann es kaum erwarten, loszulegen. Nach der langen Reise und den Strapazen freuen sich die Spielerinnen auf das Turnier. „Es gibt noch keinen Lagerkoller. Aber in ein paar Tagen wird der schon kommen“, sagte die Spielmacherin Lotte Grigel lachend.

Um 12.30 Uhr trifft Dänemark heute auf Australien.

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