EUROPEAN GAMES

DIF: Gute Aussichten für Olympia

DIF: Gute Aussichten für Olympia

DIF: Gute Aussichten für Olympia

Brøndby
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Badmintonspieler Anders Antonsen bei der Siegerehrung der European Games. Foto: Vasily Fedosenko / Reuters / Ritzau Scanpix

Der Dachverband dänischer Sportverbände DIF zieht ein positives Fazit aus den European Games.

Vom 21. Juni bis zum 1. Juli kämpften dänische Athleten bei den European Games in Minsk um Medaillen. Es gab jede Menge Siege zu feiern und auch Niederlagen zu verkraften.

Der Dachverband dänischer Sportverbände (DIF) hat sich nun zur Aufgabe gemacht, die Leistungen zu bewerten und zu perspektivieren – auch im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio.

Acht Medaillen sowie eine Anzahl weiterer Topplatzierungen hat der DIF mit Freude zur Kenntnis genommen.

Insgesamt konnte sich der Verband über drei Goldmedaillen, zwei Mal Silber sowie drei Bronzemedaillen freuen.

Im Vorfeld hatte sich der DIF mit seinen Erwartungen bedeckt gehalten, denn die Verantwortlichen wussten nicht, wie die Konkurrenz aus den anderen europäischen Nationen aussehen würde. Mit den Ergebnissen zeigte sich der Verband zufrieden:

„Das war absolut in Ordnung und vielleicht sogar etwas besser als erwartet“, sagte der dänische Chef de Mission, Jakob Ovesen.

Er betont allerdings auch, dass sich der Erfolg nicht nur an Medaillen messen lasse.

Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio seien besonders auch die Erfahrungen aus den European Games wichtig. Denn in Struktur, Ablauf und Atmosphäre sind sich die Wettbewerbe sehr ähnlich.

Und auch die Platzierungen knapp außerhalb der Medaillenränge sollte man nicht unterschätzen, so Jakob Ovesen vom DIF.

Dabei hob er den jungen Tontauben-Schützen Emil Pedersen sowie die Nationalmannschaft im Tischtennis hervor, die zwei vierte Plätze holten.

René Holtens vierter Platz im Einerkajak und Benjamin Kjærs sechster Platz auf dem Trampolin wurden ebenfalls lobend erwähnt.

Wenn die Sprache auf den Tischtenniskometen Jonathan Groth kommt, gerät Jakob Ovesen ins Schwärmen.

Der Tischtennisspieler kam ins Finale, schlug auf seinem Weg dorthin den Favoriten Dimitrij Ovtcharov und qualifizierte sich durch seine Platzierung für die Olympischen Spiele.

„Es ist absolut fantastisch, dass Groth zehn von elf Spielen innerhalb einer Woche gewinnen konnte. Die Leistung sticht schon heraus“, so der Leiter der dänischen Delegation.

Am erfolgreichsten waren jedoch die dänischen Badmintonspieler; sie holten mit zweimal Gold und zweimal Silber die Hälfte aller Medaillen.

Was die Leistungen bei den European Games wert sind, ist allerdings schwer einzuschätzen. Denn die Weltelite befindet sich auf einem anderen Kontinent: In den Top 30 der Welt tummeln sich bei den Herren 26 Spieler aus Asien.

Die Konkurrenz bei den Olympischen Spielen in Tokio wird entsprechend stärker sein. Doch zumindest wird einer der dänischen Athleten mit den Erfahrungen und dem Selbstbewusstsein eines Goldmedaillengewinners anreisen.

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