FUSSBALL

Harte Nuss für Hareide

Harte Nuss für Hareide

Harte Nuss für Hareide

Henning Dau-Jensen
Henning Dau-Jensen
Helsingör
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Aage Hareide wird sich etwas einfallen lassen müssen. Foto: Liselotte Sabroe / Ritzau Scanpix

Die dänische Nationalmannschaft empfängt Freitag das defensivstarke Team aus Irland.

„Die wollen den Bus parken“, sind sich die meisten Experten sicher.

Gemeint ist: Das irische Team wird beim anstehenden Länderspiel gegen Dänemark sehr defensiv spielen, weit hinten stehen und mit allen Mitteln verhindern, ein Gegentor zu kassieren.

Dafür ist Irland schließlich bekannt. Sie haben in den letzten zwei Jahren viermal gegen Dänemark gespielt – drei Partien endeten torlos 0:0.

In ihren bisherigen Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft haben sie sowohl Georgien als auch Gibraltar mit 1:0 geschlagen.

Aage Hareide weiß also, was ihn erwarten wird. Ein sprichwörtlicher Bus im irischen Strafraum. Direkt vor dem Tor. Er wird sich etwas einfallen lassen müssen, um die starke Defensive zu brechen.

Im ersten Spiel gegen die Schweiz gelang dies erst in der 84. Minute, als Dänemark noch zwei weitere Tore schoss und somit einen Punkt aus der Schweiz entführte.

Zu dem Zeitpunkt war der nicht immer unumstrittene Stürmer Nicolai Jørgensen nicht mehr auf dem Platz. Er war in der 70. Minute ausgewechselt worden. Für ihn kam Christian Gytkjaer auf den Platz und der Stürmer von Lech Posen war durch seinen Anschlusstreffer zum 2:3 maßgeblich am “Wunder von Basel“ beteiligt.

Es ist fraglich, ob Hareide am Freitag wieder auf Jørgensen setzt. Anfang der Saison war er verletzt und im Frühling musste er auf der Bank Platz nehmen, weil sein Trainer bei Feyenoord Rotterdam meinte, es wäre kein Platz für ihn und Robin van Persie auf dem Platz.

„Es war eine etwas merkwürdige Saison. Sie begann sehr unglücklich mit meiner Verletzung – sowas hatte ich noch nie und man konnte nichts dagegen tun“, so der 28-jährige Stürmer.

„Insgesamt gesehen gab es viele negative Dinge. Aber ich habe gelernt, dass ich zurückkommen kann, auch wenn ich mal auf die Bank muss – ich bin kein Typ, der aufgibt. Davon lernt man vielleicht mehr, als wenn alles immer super läuft“, erzählt Nicolai Jørgensen.

Die Stimmung war gut beim Training der Nationalmannschaft. Foto: Liselotte Sabroe / Ritzau Scanpix

Einer, auf den Nationaltrainer Aage Hareide auf jeden Fall setzen wird, ist Christian Eriksen. Der kann nicht nur durch tödliche Pässe, sondern auch durch seine Fernschüsse das Spiel für Dänemark entscheiden.

Nach dem verlorenen Champions League-Finale darf er sich allerdings ein paar Tage Ruhe gönnen und wird erst am Mittwoch zur Mannschaft stoßen.

„Er braucht jetzt Ruhe und er ist sehr froh darüber, dass er diese auch bekommt“, erklärt Nationaltrainer Hareide.

„Er hat fast das komplette Frühjahr in einem Camp gewohnt, um sich mit Tottenham auf die Champions League vorzubereiten. Ich hoffe, er genießt jetzt etwas die Sonne“, begründet der Trainer seine Entscheidung und hofft auf einen frisch ausgeruhten Spielmacher. Den wird er dringend brauchen, um den irischen Abwehrriegel zu knacken.

Dänemark kann mit einem Sieg zu Irland an die Tabellenspitze aufschließen; das Spiel wird Freitag um 20.45 Uhr im Kopenhagener „Parken“ angepfiffen.

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