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Renndirektor vorsichtig optimistisch vor Tour-Start

Renndirektor vorsichtig optimistisch vor Tour-Start

Renndirektor vorsichtig optimistisch vor Tour-Start

Apenrade/Aabenraa
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Mads Pedersen tauscht in diesem Jahr sein rotes Trikot gegen das regenbogenfarbene des amtierenden Weltmeisters aus. (Archivfoto) Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Unsicherheit ist weiterhin groß bei den Planungen zur diesjährigen Tour de France. Ohne Zuschauer geht es nicht, aber zu nah sollen sie den Fahrern auch nicht kommen.

Nur noch gute acht Wochen sind es, bis die Tour de France vom 29. August bis zum 20. September stattfinden soll. Unter welchen Bedingungen ist wegen der Corona-Pandemie jedoch weiterhin unklar. Der Renndirektor Christian Prudhomme ist zuversichtlich und arbeitet mit verschiedenen Szenarien.

„Man muss immer noch alles infrage stellen und an allem zweifeln“, sagt Christian Prudhomme laut TV2 Sport zu beIN Sports. „Doch ich folge den Worten von Jean Castex, dem Koordinator der Ausgangsbeschränkungen in Frankreich. Er sagt, wir dürfen recht optimistisch sein. Und das bin ich heute. Die Situation in Frankreich hat sich deutlich verbessert“, so Christian Prudhomme.

Der Spagat besteht darin, die Fahrer einerseits weitestgehend zu isolieren, andererseits aber so viele Zuschauer wie möglich an den Strecken zu haben.

„Kein gutes Jahr für Autogrammjäger“

„Wir versuchen mit diversen Behörden eine ‚Blase‘ für die Fahrer zu schaffen. 2020 wird offensichtlich nicht das beste Jahr für Autogrammjäger werden“, so der Renndirektor.

Christian Prudhomme zufolge haben die Behörden darum gebeten, Orte zu umgehen, an denen sich viele Menschen befinden – zum Beispiel Gymnasien oder Schulen. „Aber es wird niemals eine geschlossene Tour geben. Nie, nie, nie“, stellt der Renndirektor klar.

Eine der Forderungen der französischen Regierung ist, dass die Fahrer 14 Tage vor Beginn der Tour anreisen und sich in Quarantäne begeben. Trotz der vielen Unebenheiten freut sich der Renndirektor darauf, dass wieder gefahren wird.

„Es wird eine Tour, auf die viele Menschen gewartet haben. Es wird das größte Event seit der Corona-Krise werden. Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Tour de France stattfindet und alle versuchen, das zu realisieren“, sagt Christian Prudhomme.

Tour ohne Jakob Fuglsang

Der dänische Radprofi Jakob Fuglsang verzichtet in diesem Jahr auf eine Teilnahme an der Tour de France und will sich stattdessen auf die Giro d´Italia konzentrieren.

Der Weltmeister im Straßenrennen Mads Pedersen freut sich hingegen sehr auf das Rennen, bei dem er im regenbogenfarbenen Trikot des Weltmeisters antreten darf.

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