Wirtschaft

Sütterlin-Waack will Bürgernähe und Lobbyarbeit

Sütterlin-Waack will Bürgernähe und Lobbyarbeit

Sütterlin-Waack will Bürgernähe und Lobbyarbeit

Anna-Lena Schiemann
Paris/Kiel
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Schleswig-Holsteins Europaministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack spricht über ihre Zukunftsvorstellungen. Foto: Karin Riggelsen

Schleswig-Holsteins Europaministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack wird Vorsitzende des STRING-Netzwerkes. Ihre Ziele sind vor allem die Förderung der Region und Raum für Projektorientierung.

Seit dem 28. Febraur hat Sabine Sütterlin-Waack den Vorsitz des STRING-Netzwerkes, einer Kooperation von Ostsee-Anrainerregionen, inne. Die Ministerin hat auch schon konkrete Vorstellungen und Ziele für ihr Vorstandsjahr.

So betonte sie unter anderem: „Für mich ist eine bürgernähere Ausrichtung des STRING-Netzwerkes wichtig“. Umsetzen will sie dies bei den Fehmarnbelt Days 2020, denn erstmalig findet dort nicht nur eine Fachkonferenz nationaler und internationaler Teilnehmer statt: Einer der Veranstaltungstage steht für alle Bürger und Bürgerinnen zum Mitmachen und Mitdiskutieren offen.

Wenn Regionen und Kommunen über nationale Grenzen hinweg kooperieren, haben wir große Chancen, eine attraktive und nachhaltige grüne Megaregion zu werden

Sabine Sütterlin-Waack

Einen weiteren Schwerpunkt sieht Sütterlin-Waack in der Projektorientierung des Netzwerkes.

Klimaneutrale EU bis 2025

Mit Hilfe von STRING soll ein grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt in die Wege geleitet werden, welches die Vision einer klimaneutralen EU bis 2025 unterstützt. Ein Punkt dieses Projektvorschlags ist die Einrichtung eines Wasserstofftankstellen-Netzwerks zwischen Hamburg und Oslo, ein anderer die Förderung mit Wasserstoff betriebener Autos.

„Wenn Regionen und Kommunen über nationale Grenzen hinweg kooperieren, haben wir große Chancen, eine attraktive und nachhaltige grüne Megaregion zu werden“.

In Zusammenarbeit mit Fachleuten der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wollen politische Vertreter und Vertreterinnen der zwölf STRING-Mitgliedsregionen ein Strategiepapier entwickeln. Diese Zusammenarbeit soll in konkreten Empfehlungen in eine nachhaltige Wirtschaftsregion zwischen Hamburg und Oslo münden. Ein abschließender OECD-Bericht soll 2021 veröffentlicht werden.

Um diese Zukunftsvisionen verwirklichen zu können, will Ministerin Sütterlin-Waack auch zusätzlich die Lobbyarbeit in Brüssel verstärken, um so EU-Fördermittel zu erhalten.

STRING

Die South Western Baltic Sea Transregional Cooperation Implementing New Geography (kurz: STRING) wurde 1999 in Lübeck gegründet. Mittlerweile umfasst sie 12 Mitgliedsregionen in Dänemark, Deutschland, Schweden und Norwegen.

Ihr Ziel ist es, eine Grenzen überschreitende Zukunftsregion zu entwickeln, die die Potentiale der Partnerorganisationen für sich bündelt und nutzt.

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