Kommunalpolitik

SP-Vertreter hat Bedenken im Streitfall Hjemsted Oldtidspark

SP-Vertreter bedenklich im Streitfall Hjemsted Oldtidspark

SP-Vertreter bedenklich im Streitfall Hjemsted Oldtidspark

Scherrebek/Skærbek
Zuletzt aktualisiert um:
Die Investoren planen einen Aussichtsturm am bisherigen Gelände des Hjemsted Oldtidspark. Foto: Marsk Camp A/S

Der Kommunalpolitiker Jørgen Popp Petersen plädiert im Ökonomieausschuss für eine sorgfältig überlegte Antwort an die Klagebehörde. Eine Mehrheit aus Venstre und Dänischer Volkspartei (DF) segnet den vorliegenden Briefentwurf ab.

Im Fall der Klage einer Kritikerin des Verkaufs des defizitären Erlebniscenters Hjemsted Oldtidspark bei Scherrebek durch die Kommune Tondern an einen privaten Investorenkreis gibt es wieder Zwist im Stadtrat. Es geht um die Antwort des Stadtrates an die von der Römer Campingplatzbetreiberin Therese Thøgersen eingeschaltete Klagebehörde Ankestyrelsen, die die Kommune um Auskünfte zum Verkauf gebeten hat.

Campingplatzbetreiberin warnt vor unfairer Konkurrenz

Therese Thøgersen hat der Kommune vorgeworfen, den Investoren werde das große Gelände zu preisgünstig verkauft. Sie und andere Betreiber von Campingplätzen würden damit unfairer Konkurrenz ausgesetzt. Springender Punkt ist, ob die neuen Eigentümer des Erlebnisparks verpflichtet sind, außer einem Wohnmobilplatz samt anderen Übernachtungsaktivitäten weitere erlebnisorientierte Aktivitäten einzurichten.

Im Ökonomieausschuss hat sich Claus Hansen (LA) auf der Sitzung am Donnerstag gegen die vorliegende Formulierung eines Antwortschreibens an die Klagebehörde ausgesprochen, in der die Vorwürfe zurückgewiesen werden. Während sich SP-Vertreter Popp Petersen und die Sozialdemokratin Eike Albrechtsen der Stimme enthielten, stimmte die Mehrheit aus Venstre und DF dem Antwortschreiben zu.

Örtliche Investoren mit Auflagen

Jørgen Popp Petersen erklärte, dass er immer noch dem Verkauf des Freizeitparks an die örtlichen Investoren in Scherrebek zustimme, der für Tondern ein finanzieller Klotz am Bein war. Es müsse der Klagebehörde allerdings sehr sorgfältig geantwortet werden. Er verweist darauf, dass es Klauseln im Verkaufsvertrag gebe, die unter anderem festschreiben, dass das Nachfolgeprojekt für den Erlebnispark neben Übernachtungs- und Campingeinrichtungen „erlebnisorientierte“ Angebote umfassen müsse.

Kommune hat Rückkaufrecht

Würden die Bedingungen nicht erfüllt, dann habe die Kommune ein Rückkaufrecht. „Ohne Einhaltung der Auflagen gibt es keinen Bebauungsplan“, so Popp Petersen und erinnert daran, dass der Oldtidspark zum „Schnäppchenpreis“ verkauft wurde. Auf der anderen Seite hätten aber auch keine Interessenten mehr zahlen wollen.

Mehr lesen